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Thames Path: Von Oxford nach Wallingford

Ich schnüre meine Wanderschuhe, schultere meinen Rucksack und schließe die Tür zu meiner Wohnung hinter mir. Ich fahre mit dem Bus ganz unkompliziert ein paar Minuten in den Süden von Oxford und laufe von hier in wenigen Schritten zum Fluss. Die Themse wird mich den ganzen Tag begleiten, denn ihr folge ich heute auf dem Thames Path gen Süden.

Der Thames Path ist ein rund 295 Kilometer langer Wanderweg, der an der Quelle der Themse in den Cotswolds beginnt und immer am Wasser entlang bis in den Süden Londons führt. Meine heutige Tour führt von Oxford über Abingdon bis nach Wallingford. Eigentlich sind diese Abschnitte zwei Tagesetappen des Thames Paths, da mir der erste Teil aber mit knapp drei Stunden etwas zu kurz für meinen Wandertag war, packte ich mir kurzerhand beide Touren in eine Tageswanderung, knapp 40 Kilometer. Ob das eine so gute Idee war? Achtung Spoiler: Nicht wirklich.

Immer die Themse im Blick

Der erste Teil meiner Wanderung geht vorbei an den Bootshäusern der Colleges, auf dem Fluss sind schon einige Studenten am Rudern, mich überholen Jogger und Menschen mit Hunden auf der ersten Gassirunde. Sogar ein paar Schwimmerinnen sehe ich, die sich auch an diesem kühlen Morgen nicht den Spaß an ihrer sportlichen Morgenroutine nehmen lassen. Sommer ist, was du daraus machst. Es ist kurz nach acht Uhr am Morgen und der Weg am Wasser ist überraschend gut frequentiert.

Gut gelaunt und mit strammen Schritt gehe ich meine ersten Meter, schließlich habe ich heute noch so einiges vor. Ich komme vorbei an Schleusen und den typischen englischen Narrow Boats, also den schmalen Booten, die für das englische Kanalsystem genutzt wurden und heute ein beliebter Wohnraum sind. Kein Wunder, wenn man sich die Immobilienpreise in Oxford anschaut. Langsam wird es merklich ländlicher und mir begegnen kaum noch Menschen. Auf dem Wasser tuckern hin und wieder Boote vorbei. Ich öffne unzählige quietschende und schwerfällige Weidetore, gehe durch einige Kissing Gates (so nennt man ein bestimmtes englisches Weidegatter), überquere Brücken oder laufe unten ihnen durch. Der Weg wandelt sich vom asphaltierten Weg am Wasser in einen kleinen Pfad, der mal über Wiesen, mal durch kleine Wälder führt, der Fluss bleibt immer in Sicht.

Als ich nach knapp drei Stunden mein erstes Ziel, das kleine Städtchen Abingdon erreiche, bin ich richtig glücklich. Ich komme gut voran und merke, wie leicht sich mein Kopf anfühlt. In den letzten Wochen und Monaten waren meine Gedanken oft von Sorgen geprägt, mein Gehirn fühlte sich an wie in dichten Nebel gehüllt. Corona geht an uns allen nicht spurlos vorbei. So frei und unbeschwert habe ich mich schon lange nicht mehr gefühlt und das tut richtig gut. Ich überquere die Themse an der Schleuse und setzte mich in der Nähe einiger Boaties auf eine Bank direkt am Wasser und packe meinen mitgebrachten Nudelsalat aus.

Nach einer kurzen Mittagspause geht es weiter. Ich lasse das historische Marktstädtchen links liegen und folge weiter dem Fluss. Ich bewundere imposante Herrenhäuser am Wasser, erneut viele Hausboote und begrüße ein paar Schafe und Kühe. Der Pfad verläuft nun ein gutes Stück vorbei an Feldern. Irgendwann ist der Weg ist nur noch ein Streifen am Acker, wo ein Bauer gerade das Feld umzackert. Der Blick zum Wasser wird durch hohe Büsche versperrt und zum ersten Mal zieht sich der Weg unangenehm in die Länge. Über mir rattert ein Hubschrauber, der Traktor verteilt eine Staubwolke und ein frischer Wind lässt mich auch mitten im August frösteln. Mir begegnen kaum noch Menschen, zweimal kommen mir allerdings Männern entgegen und ich verfluche meine True-Crime-Sucht. Mir wird bewusst, wie einsam die Gegend ist. Kein Mensch würde mich hier im Notfall hören. Doch ich schiebe die Gedanken weg und laufe eine Spur schneller weiter. Als ich dann an einem Campingplatz vorbei komme, atme ich wieder auf.

Langsam wird es zäh

Langsam merke ich, dass sich meine Füße bemerkbar machen. Ich bin seit sechs Stunden unterwegs und mir tun allmählich die Zehen weh, die vorne an die Schuhe stoßen. Ich merke an den Fersen blöde Druckstellen, die ich versuche wegzuignorieren. Ich habe meine Wanderschuhe schon lange und hatte bisher nie Probleme, doch sobald mir die Wehwehchen erst einmal bewusst geworden sind, wird es immer schlimmer. Ich entscheide nach einiger Zeit, meine Schuhe zu wechseln, ich habe nämlich eine paar Sneaker dabei. Als ich die Wanderschuhe ausziehe, sehe ich die riesige Blase und verarzte mich mit Blasenpflastern*. Doch auch mit den Wechselschuhen wird es nicht wirklich besser. So langsam wird es wirklich anstrengend und zu allem Überfluss fängt dann auch noch mein Knie an zu ziehen.

Um es kurz zu machen: Die letzten beiden Stunden humpele ich mehr, als dass ich laufe. Ich muss einen Teil direkt an der vielbefahrenen Straße entlang und meine Laune sinkt in den Keller. Ich beiße die Zähne zusammen und als ich dann nach achteinhalb Stunden und nach zwischen 36 und 40 Kilometern (ich habe den Weg leider nicht getrackt) gegen 17 Uhr in Wallingford ankomme, könnte ich heulen vor Erleichterung. Die letzten Meter auf der Hauptstraße zu meinem Hotel gehen mit der Aussicht auf Schuheausziehen wieder verblüffend gut und als ich dann den Schlüssel zu meinem Zimmer entgegennehme, fällt mir ein Stein vom Herzen. Ich bin so erschöpft, dass ich mein Zimmer, das etwas versteckt liegt, zunächst nicht finde und an meinem Verstand zweifele, doch als ich dann die Tür öffne und die Schuhe ausziehe, ist es geschafft. Puh.

Nachdem ich mich ein bisschen ausgeruht habe, beiße ich nochmal die Zähne zusammen und schlüpfe noch einmal in die Schuhe. Ich kann kaum auftreten, doch ich schleppe mich zu Pizza Express, esse schnell und lege mich zurück im Hotel in die Badewanne. Die Wärme tut meinen Beinen unendlich gut und es dauert nicht lange, bis ich dann hundemüde einschlafe.

Eigentlich war der Plan, am nächsten Tag noch einmal 20 Kilometer auf dem Thames Path zu laufen. Doch daran kann ich nicht einmal denken. Ich frühstücke, schlendere ein wenig durch das hübsche englische Städtchen und setzte mich dann in einen Bus, der mich ganz bequem und ohne Umsteigen in 45 Minuten wieder nach Oxford bringt. Heute kann ich über meine Tortur lachen, aber am Ende der Wanderung war ich echt verzweifelt. Wieso ich eigentlich beide Touren unbedingt an einem Tag machen wollte, weiß ich auch nicht. Gelernt habe ich, dass ich so ganz untrainiert nicht noch einmal knapp 40 Kilometer am Tag wandere und trotzdem bin ich auch stolz, dass ich es geschafft habe.

Übernachtet habe ich übrigens im George Hotel in Wallingford*, selbst bezahlt und ohne Kooperation.

Wenn du ein paar Bewegtbilder zu Wanderung willst, findest du hier auf meinem Instagramaccount ein Reel dazu.

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