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Kolumnen

Coronamüdigkeit und keine Spur vom geplatzten Kragen

Ganz ehrlich, keiner will mehr etwas über Corona lesen. Mir geht es auf alle Fälle so. Ich will keine Zahlen mehr sehen, ich will mich nicht mehr darüber unterhalten und auch keine Meinungen mehr hören. Ich habe das Gefühl, es wurde alles gesagt. Wir haben alle genug gezoomt, mit Freunden online Bier getrunken, nicht mehr gewusst, welche Wochentag ist. Ich habe geweint, mir Sorgen gemacht. Ich habe mich über kleine Dinge gefreut, gemeinsame Zeit genossen und mich auch gefreut, als Manu wieder ins Labor konnte. Jetzt wollen wir alle doch einfach nur, dass es endlich vorüber ist, dieser Ausnahmezustand, der unser aller Leben einmal kräftig durchgewirbelt hat, auch wenn sich das alles meist nach zäher Zeitlupe als nach Wirbelwind angefühlt hat.

Mittlerweile waren wir im Urlaub, wir waren einige Male essen, wir waren kürzlich zum ersten Mal auf einem Konzert und auf einer Party, so richtig im Club. Wir haben einen Städtetrip gemacht, Freunde und Familien wiedergesehen und last but not least: Wir haben standesamtlich geheiratet und zwar mit mehr Menschen, als wir uns in den letzten Monaten nur erträumen konnten. Auf Instagram sehe ich Urlaubsbilder, Freunde schicken Grüße vom Strand. Also ist alles wieder in Ordnung? Wieder normal?

Wie oft habe ich es mir vorab ausgemalt: Endlich wieder am Strand liegen, im Restaurant essen statt zermatschte Gerichte auf den Teller umfüllen. Beim Konzert hatte ich diesen Moment, so richtig mit Tränen in den Augen und so unendlicher Dankbarkeit, dass etwas, was mir so gefehlt hat, wieder da ist. Doch auch wenn jetzt wieder vieles möglich ist, ist nichts so, wie es war. Am Strand beäuge ich kritisch das Paar, das sich nur wenige Meter neben uns legt, in der Fußgängerzone merke ich es überdeutlich, wenn Leute zu nah hinter mir laufen. Beim Anblick des Partyschiffs in Kroatien kann ich nur den Kopf schütteln. Unsere Hochzeit dreht sich trotz allem hauptsächlich um Inzidenz, 3G und Maskenpflicht. Ich weiß, wie viel Glück wir hatten, ich will mich nicht beschweren. Was ich sagen will: Es gibt noch immer kein Danach.

Ich dachte, irgendwann ist Corona vorbei. Wenn wir dann endlich Freunde sehen können, dann feiern wir das richtig. Wenn es wieder erlaubt ist, gehen wir tanzen, wir nutzen jede Gelegenheit, um alles nachzuholen. Wie ein Knoten, der endlich platzt. Und zwar so richtig. Doch diesen Moment gab es nicht. Zumindest nicht bei mir. Corona beschäftigt uns alle doch täglich noch immer. In England gibt es offiziell keine Beschränkungen mehr. Maskenpflicht, Test, Abstand – offiziell ist das alles vorbei. In der Realität sieht es anders aus: In den Supermärkten und öffentlichen Verkehrsmitteln ist das Tragen einer Maske noch immer dringend empfohlen, Veranstaltungsorte lassen Gäste nur geimpft oder mit tagesaktuellem Test rein und ich finde das absolut richtig. Unsere Corona-App warnt vor Kontakt zu positiv getesteten Personen und empfiehlt Selbstisolation. Die Zahlen liegen hier momentan bei einer Inzidenz von über 300.

In Clubs gehen, im Pub mit Leuten ins Gespräch kommen, nach London fahren, in einer vollen Mall unterwegs sein, all das ist theoretisch möglich, doch wirklich gut fühlt es sich nicht an. Was ich so sehr vermisse, ist die Sorglosigkeit und Leichtigkeit. Selbst die schönen Momente sind immer überlagert mit einer gewissen Portion von Bekümmerung und Niedergeschlagenheit. Ich fühle mich wie ein Kind, das sich ein Pony wünscht und nur ein Spielzeugpferd bekommen hat.

Ich bin gespannt, wie es weitergeht und stelle mich auf einen weiteren ruhigen Winter in den eigenen vier Wänden ein. Meine Pläne, den Januar in Asien zu verbringen, liegen auf Eis. Die große Hochzeitsfeier im Sommer macht mir jetzt schon Bauchschmerzen. Doch meine Besorgtheit ist zur Müdigkeit geworden. Wie geht es dir?

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