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Notting Hill
Reisen,  Europa,  Großbritannien

London wie im Film: Notting Hill

Ich sehe die Ghostbusters aus der Garage düsen, Amelie durch die Straßen wandeln und Lola über die Spree rennen. Manhattan, Montmatre, Kreuzberg. Es gibt Orte, von denen hat man Bilder im Kopf, bevor man den ersten Fuß auf entsprechenden Boden gesetzt hat. 

Unsere Vorstellung von Orten ist von Filmen und Serien beeinflusst. Als ich durch Manhattan streifte, kam mir jeder rauchende Gullideckel bekannt vor, die Backsteinfassaden mit Feuerleitern hatte ich schon längst als „typisch New York“ abgespeichert. Kleine Cafés mit roten Markisen in Montmatre, Kreuzberg mit seinen Graffitis und Spätis. Mit einer inneren Liste laufen wir durch Viertel und Haken die charakteristischen Merkmale ab. 

In Notting Hill war es für mich ganz ähnlich und doch auch anders. Ich hatte den Film Notting Hill nie gesehen. Erst wenige Tage vor unserem Ausflug schauten wir uns die englische Romanze mit Julia Roberts und Hugh Grant an und fanden sie überraschend charmant. Was ich sonst wusste, waren grob zusammengefasst die Schlagworte „bunte Häuser“, „karibische Wuzeln“, „Gentrifizierung“. Als wir dann durch Notting Hill laufen, habe ich den Buchladen mit der blauen Holzverkleidung schon im Kopf, bevor ich ihn sehe, die Marktstände auf der Portobello Road kenn ich: Check.

Notting Hill

Von Schweinezucht zu schweineteuer

Doch schauen wir mal in die Vergangenheit. Einst war das heutige Notting Hill eine ländliche Siedlung in Middlesex vor den Toren Londons, dann der Ort, an dem sich Schweinezüchter und Töpfereien zur Backsteinherstellung ansiedelten. Im Laufe des 19. Jahrhunderts entwickelte sich hier ein Stadtteil der Mittelschicht. Große Wohnhäuser entstanden, das Viertel florierte. Doch die Gegend veränderte sich vom Beginn bis Mitte des 20. Jahrhunderts. Spätestens mit dem Zweiten Weltkrieg und der Zerstörung einiger Häuser durch deutsche Bomben wandelte sich Notting Hill zu einem der ärmsten Viertel der Stadt. Die Fassaden bröckelten.

Nach dem Krieg siedelten sich viele Einwanderer in den Bruchbuden an und gerieten an Immobilienmogul Peter Rachmann, der teure Mieten für die heruntergekommene Häuser verlangte. Mit dieser Masche prägte er den Begriff „Rachmanism“. In den 50ern verschärfte sich die Lage zwischen der weißen Arbeiterklasse, den „Teddy Boys“, und den Einwanderern. Eine Reihe rassistisch motivierter Unruhen erschütterte das Viertel, die in den Angriffen im September 1958 von weißen Jugendlichen auf Einwanderer aus den Westindischen Inseln gipfelten. Als Reaktion auf die Unruhen veranstalte Aktivistin Claudia Jones einen karibischen Karneval, der Vorläufer des berühmten Carneval of Notting Hill. Im Laufe der letzten Jahrzehnte mauserte sich das Viertel langsam zum Szeneviertel. Agenturen und Künstler siedelten sich an, Bars und Designer-Boutiquen wurden eröffnet, die Mieten stiegen. Gentrifizierung par excellence. Als dann 1999 der Film „Notting Hill“ in die Kinos kam, war der Boom nicht mehr aufzuhalten. Heute ist Notting Hill eine der teuersten Wohngegenden der Stadt.

Der Puls des Viertels: Portobello Road Market

Die Portobello Road ist das Herz von Notting Hill, der Puls des Viertels schlägt hier. Hier findet der berühmte Portobello Road Market oder kurz Portobello Market statt. Der Hauptmarkttag ist Samstag und dann ist hier richtig was los. Der Markt hat eine lange Geschichte. Schon im frühen 19. Jahrhundert boten Händler ihre Ware feil. Der Markt ist vor allem für seine Antiquitäten bekannt. Daneben gibt es Trödel, Second-Hand-Kleidung, Essen, also eigentlich alles, was man so braucht oder auch nicht braucht. Wer Hunger bekommt, findet außerdem viele Essensstände, wo man den karibischen Einfluss vielleicht am besten erkennen kann. Es gibt Jerk Chicken, Banana Fritters, Curries aber auch Stände mit Gerichten aus alle Welt. Wir lassen uns ein Grilled Cheese Sandwich schmecken und schlürfen Aperol dazu. Von einer Bühne schallt Reggae und die Sonne scheint. Schöner könnte der Marktbesuch nicht sein. Wir waren an einem der ersten Markttage seit Lockerungen der Corona-Regeln auf dem Markt. Es war viel los, auch wenn sicher nicht so viel wie unter normalen Umständen. Mit Maske und Abstand war das Flanieren entlang der Portobello Road dennoch sehr entspannt.

Travel Book Store auf der Portobello Road

Es gibt nur zwei Arten von Menschen. Die, die den Laden erkennen und die, die achtlos vorbeischlendern. Wer den Film „Notting Hill“ gesehen hat, weiß, dass hier der charmante Protagonist William seinen Reisebuchladen betreibt. Der Laden ist heute ein Souvenir-Shop und nicht wirklich sehenswert. Für ein Foto kann die Fassade aber gut herhalten.

Westbourne Grove

Westbourne Grove ist die Shoppingmeile in Notting Hill. Hier findest du Boutiquen, edle Geschäfte aber auch Restaurants und Cafés. Aber nicht nur zum Shoppen, auch zum Schlendern lädt die Straße ein. Beim Spaziergang durch Notting Hill solltest du also unbedingt auch diese Straße einplanen.

Notting Hill und seinen bunten Häuser

Die viktorianischen Townhouses in allen Farben des Regenbogens oder zumindest mit bunten Türen sind das Wahrzeichen von Notting Hill. Besonders schöne Exemplare findest du nicht nur in der Portobello Road, sondern zum Beispiel in der Lancaster Road. Also Kamera einpacken und losziehen! Als wir unterwegs waren, hat schon der Flieder geblüht, das setzt den bunten Fassaden noch die Krone auf!

Notting Hill kulinarisch: Meine Tipps

Cinquecento Pizzeria Portobello

Wir hatten ganz unverhofft eine der besten Pizzen unseres Lebens hier in Notting Hill. Da wir nicht reserviert hatten, mussten wir uns etwas durchfragen und landeten schließlich rein zufällig bei Cinquecento Pizzeria Portobello. Die Pizza war ganz im neapolitanischen Stil fluffig und weich und wahnsinnig aromatisch. Eine echte Empfehlung. Die Oliven als Vorspeise hätten wir uns sparen können. Die Pizza kam so schnell, dass wir gar keine Zeit hatten diese zu essen und danach waren wir so satt, dass sie nicht mehr in unsere Mägen passten. Beim Gang auf die Toilette habe ich auch gesehen, dass die Pizzeria innen auch noch total hübsch eingerichtet ist.

The Farm Girl Café

Das Farm Girl Café in der Portobello Road ist typisch hipsteresque. Hier ist alles hübsch angerichtet, jeder Teller wie für Instagram gemacht. Es gibt Rose Latte, Granola, Avocado Toast und Pancakes zum Frühstück. 

The Little Yellow Door

In der All Saints Road um die Ecke haben wir uns für ein Bier in bzw. vor diese nette Kneipe hingesetzt. Ein total netter Laden, in dem man sicher auch für ein paar mehr Getränke bleiben kann.

Wenn du noch auf der Suche nach einer Unterkunft bist: Hier auf Instagram findest du ein paar Gedanken unserem AirBnB in Notting Hill.

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