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Europa,  Kolumnen,  Portugal,  Reisegeschichten,  Reisen

Seelenorte – oder: Algarve! Bezirzt von Portugals Süden

Last Updated on 12. Mai 2021 by Julia Schattauer

Portugal algarve bezirztlDer Pfeil saust über meinem Kopf entlang, während ich in geduckter Haltung und mit einem kühlen Sagres in der Hand an der Dartscheibe vorbeihusche. Ich setze mich an einen der schweren Holztische, an dem schon ein paar Leute sitzen. Noch in Ruhe das Bier leer trinken, ein bisschen plaudern, dann geht es mit der versammelten Mannschaft in die Pizzeria an der Hauptstraße zum gemeinsamen Abendessen.

Wir sind erst am Morgen im Algarve Surf Hostel angekommen und wenige Stunden später fühle ich mich wie zu Hause. Der Blick von den Klippen auf den Strand, die Surfer im Wasser der Ausblick von südwestlichen Zipfel Europas hat uns gleich bei der Ankunft am Morgen bezirzt. Auch wenn wir in Sagres nur eine Nacht und zwei Tage verbracht haben, ist es ein Ort, der sofort etwas ausgelöst hat. Ganz tief drinnen und nachhaltig. Wir wollen wiederkommen und länger bleiben. Endlich surfen und einfach die Seele baumeln lassen.

Es gibt Orte, die wirken, auch wenn man vielleicht nur wenige Stunden dort verbracht hat. Orte, die im inneren Notizbuch dick mit rotem Marker unterstrichen werden. Seelenorte eben.

Bis jetzt dachte ich, Europa sei mir zu vertraut, um das gewisse Etwas zu fühlen. Zu kalt, zu nah oder langweilig, um mich wirklich zu berühren. Doch Portugal bietet eine Fülle an solchen Seelenorten. Zwischen Klippen versteckte Strände, richtige lonley beaches, idyllische Gässchen, zu pittoresk wirken, um wahr zu sein: Gerade die Algarve kann was in Sachen Seelenort.

Mit anderen Worten: Portugal sollte definitiv auf eurer Liste stehen!

Doch jetzt mal zur Sache: Wir sind 13 Tage mit Handgepäck vom Süden in den Norden gereist. Von Faro ging es mit dem Zug nach Lagos, von dort mit dem Bus nach Sagres, um dann über Lagos nach Lissabon und Sintra zu reisen. Von dort ging es nach Coimbra und schließlich nach Porto.

Angefangen im Süden in Faro über Lagos nach Sagres.
Angefangen im Süden in Faro über Lagos nach Sagres.

Insgesamt erwarten euch drei Berichte mit vielen Bildern. Ihr seid mittendrin im Bericht über den Süden, die wunderwunderschöne Algarve. Danach folgt eine Bilderflut zu Lissabon und Sintra und schließlich zum Norden. Damit alles noch ein bisschen konkreter wird und ihr auch handfeste Tipps mit Zahlen und Fakten bekommt, folgen in den nächsten Tagen Tipps zu Hostels und den schönsten Stränden an der Algarve.

Doch beginnen wir mit dem wunderschönen Süden:

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Bezirzt von Portugals Süden: Faro, Lagos, Sagres

Faro ist eine idyllische kleine Stadt, die wie aus dem Ei gepellt aussieht. Auf Hochglanz polierte Pflastersteine glänzen mit den typisch portugiesischen Wandfliesen um die Wette. Über die von der Stadtmauer umrahmte Altstadt fliegen im Halbstundentakt die Flugzeuge, die im Sommer Massen an Touristen in den Süden bringen. Obwohl wir Ende August, also zum Ende der Hauptsaison in Faro waren, war von Touristenmassen nichts zu sehen. Im Gegenteil, himmlische Ruhe macht sich in den malerischen Gassen breit. Obwohl Faro direkt am Meer liegt, muss man zum Strand einen kleinen Weg auf sich nehmen, denn rund um den Hafen befindet sich ein Naturschutzgebiet, welches sich nicht zum Baden eignet. Mit der Fähre gelangt man jedoch ganz einfach zu den weitläufigen Stränden in der Umgebung. Besonders toll ist die idyllische Strandinsel Ilha do Faro. Auf der kleinen Insel versammeln sich einheimische und touristische Sonnenanbeter. Am weißen kilometerlangen Strand gibt es familiäre Abschnitte aber auch menschenleere Abschnitte, die so richtig zum Erholen einladen.

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Baixa-Portugal Terrace Hostel in Faro. Foto: Schattauer/Bezirzt
Auf der Ilha do Farol. Foto: Schattauer/Bezirzt
Auf der Ilha do Farol. Foto: Schattauer/Bezirzt
Foto: Schattauer/Bezirzt
Foto: Schattauer/Bezirzt
Menschenleere Strände auf der Ferieninsel. Foto: Schattauer/Bezirzt
Menschenleere Strände auf der Ferieninsel. Foto: Schattauer/Bezirzt
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Blankgeputzte Algarvenidylle in Faro. Foto: Schattauer/Bezirzt
Urbane Kontraste. Foto: Schattauer/Bezirzt
Urbane Kontraste. Foto: Schattauer/Bezirzt
Foto: Schattauer/Bezirzt
Foto: Schattauer/Bezirzt
Foto: Schattauer/Bezirzt
Foto: Schattauer/Bezirzt
Foto: Schattauer/Bezirzt
Foto: Schattauer/Bezirzt
Foto: Schattauer/Bezirzt
Foto: Schattauer/Bezirzt
Foto: Schattauer/Bezirzt
Foto: Schattauer/Bezirzt

Mit dem Zug ging es unkompliziert in knappen zwei Stunden weiter in den Westen nach Lagos. Die als Partyziel verschrieene Stadt hat mehr zu bieten, als man auf den ersten Blick erwartet. Zwar dominieren Einkaufs- und Partymeilen im Zentrum, aber in nur wenigen Minuten kann man durch verschlungene Gässchen schlendern und schöne Ecken entdecken.

Der Stadtstrand, der sich am östlichen Ende der Stadt befindet, ist vor allem für Wassersportfans und Familien empfehlenswert. Wer jedoch etwas mehr Ruhe und vor allem landschaftliche Highlights sehen will, der sollte der Straße Richtung Westen folgen. Hier reihen sich Strände aneinander, bei denen einer schöner als der andere ist. Steilklippen, Höhlen und Naturparks laden dazu ein, den ganzen Tag in der Natur zu verbringen. Ein absolutes Erlebnis und einfach nur wunderschön.

Beim Blick auf die Sandsteinformationen verknüpfen sich Bilder im Kopf mit Erlebnissen, vage Ideen werden zu gelebten Momenten und weiße Flecken auf der inneren Landkarte werden zu roten Fähnchen.

Street Art in Lagos. Foto: Schattauer/Bezirzt
Street Art in Lagos. Foto: Schattauer/Bezirzt
Foto: Schattauer/Bezirzt
Foto: Schattauer/Bezirzt
Foto: Schattauer/Bezirzt
Foto: Schattauer/Bezirzt
Foto: Schattauer/Bezirzt
Foto: Schattauer/Bezirzt
Hotelburgen gibt es natürlich auch in Lagos... Foto: Schattauer/Bezirzt
Hotelburgen gibt es natürlich auch in Lagos… Foto: Schattauer/Bezirzt
Foto: Schattauer/Bezirzt
Foto: Schattauer/Bezirzt
Foto: Schattauer/Bezirzt
Foto: Schattauer/Bezirzt
Foto: Schattauer/Bezirzt
Foto: Schattauer/Bezirzt
Foto: Schattauer/Bezirzt
Foto: Schattauer/Bezirzt
Foto: Schattauer/Bezirzt
Foto: Schattauer/Bezirzt
Foto: Schattauer/Bezirzt
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In weniger als einer Stunde kann man mit dem Bus noch weiter in den Westen nach Sagres fahren. Am südwestlichsten Zipfel Europas bietet sich eine Kulisse, die einen wirklich umhaut. Das kleine Dorf an sich, ist nicht sonderlich beeindruckend. In Sagres treffen sich Surfer, die hier an den Stränden perfekte Bedingungen finden und in den Surfcamps im Umkreis unterkommen. Im Algarve Surf Hostel, dass sich direkt neben der monströsen Ruine einer ehemaligen Surf School befindet, haben wir wunderschöne gesellige Stunden mit Surfern und Backpackern verbracht und eines ist ganz klar, hierher werden wir wieder kommen und dann zum Surfen.

Im Vergleich zu meinem letzten „Urlaub“ in Indien ist in Portugal wenig Aufregendes passiert. Kein Kulturschock, kein Stress, keine unangenehmen Situationen. Und wisst ihr was? Ich habe es so richtig genossen. Entspannen, Gedanken fließen lassen, Spaß haben. Ein wundervolles Land mit wundervollen Menschen.

Ganz am Rande von Europa. Foto: Schattauer/Bezirzt
Ganz am Rande von Europa. Foto: Schattauer/Bezirzt
Foto: Schattauer/Bezirzt
Foto: Schattauer/Bezirzt
Foto: Schattauer/Bezirzt
Foto: Schattauer/Bezirzt
Foto: Schattauer/Bezirzt
Foto: Schattauer/Bezirzt
Foto: Schattauer/Bezirzt
Foto: Schattauer/Bezirzt
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Foto: Schattauer/Bezirzt
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Foto: Schattauer/Bezirzt
Foto: Schattauer/Bezirzt
Foto: Schattauer/Bezirzt
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Das nächste Mal geht es weiter mit Lissabon.

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