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Reisen,  Europa

Sarajevo: Mein Geheimtipp unter den Städtetrips

„Puh ist das heiß“, sage ich und merke an der Reaktion, dass mein Fahrer kein Wort Englisch versteht. Etwas unschlüssig sitze ich also auf dem Beifahrersitz und versuche besonders interessiert, die vorbeirauschenden Häuser zu betrachten, die hier in der Nähe des Flughafens noch dem Charme sozialistischer Betontürme entsprechen, um der unangenehmen Stille zu entgehen. Wir fahren zügig, mal rechts, mal links an anderen Autos vorbei, genauso wie an meinem Hotel. Nach einer Extrarunde lässt er mich aussteigen und ich navigiere mich mehr schlecht als recht zum Eingang. Ein Schild gibt es nämlich genauso wenig wie funktionierendes Internet auf meinem Handy. Bosnien ist nicht Europa, so sieht das auf jeden Fall ein Mobilfunkanbieter.

Ich bin seit vier Uhr auf den Beinen und mein Bauch knurrt. Ich stelle meinen Rucksack nur kurz im Hotelzimmer ab, das kleiner und dunkler ausfällt, als ich gehofft hatte und mache mich zuerst auf die Suche nach etwas zu Essen. Ich streife ziellos durch die Gassen und bin ziemlich überfordert. Es ist furchtbar heiß, ich verstehe kein Wort von dem, was auf den Speisekarten steht und mein Internet funktioniert immer noch nicht. Als ich auf einer Karte Penne Quattro Formaggi lese, setze ich mich hin und atme erst einmal durch. Als ich nach etwa einem Drittel der Portion pappsatt bin — Käsenudeln sind bei 35°C nicht unbedingt die schlaueste Wahl — und mir ein Glas Cola wieder Lebensgeister eingehaucht hat, bin ich entspannter. Dieses Gefühl von Stress, von Überforderung ist genau das, was ich sonst nur bei Fernreisen habe. Ein bisschen lost sein, ein bisschen Kulturschock: Ich spüre das Kribbeln von Abenteuer. Sarajevo: Ich bin bereit.

Sarajevo zwischen Ost und West

Wieso ausgerechnet Sarajevo? Gute Frage. Die Antwort: Ich weiß es eigentlich auch nicht so genau. Der Klang dieses Namens löste schon lange Neugierde bei mir aus. Für viele ist der Name Sarajevo gleichbedeutend mit Krieg. Und es stimmt, dem Krieg als großer Schatten über der Geschichte der Stadt kann man nicht entgehen: der Ort des Attentats an Franz Ferdinand, das zum 1. Weltkrieg führte, die ewige Flamme für die Opfer des Zweiten Weltkrieges, die Roten Rosen, die Stellen markieren, an denen es mehr als drei Todesopfer im Bosnienkrieg gab, Einschusslöcher in den Häuserwänden und mahnende Murals an den Mauern. Ich sehe in den Tagen in Sarajevo viele Häuserruinen, in den Souvenirgeschäften werden Patronen als Schlüsselanhänger oder zu kleinen Panzern geformt an Touristen verkauft, Museen und Touren klären über die bewegte Geschichte der Stadt auf. Den Spuren des Krieges begegnet man in Sarajevo an jeder Ecke. Doch ich werde in den kommenden Tagen merken: Sarajevo ist mehr als seine tragische Vergangenheit. Sarajevo ist auch eine junge Stadt. Lebendig, immer im Wandel. Ein Schmelztiegel der Kulturen. Nirgendwo sieht man das besser als in der Altstadt: Baščaršija. Hier laufen vollverschleierte Frauen neben denen in Minirock und Spaghettiträger, man geht aufgebretzelt zum Trinken in die Bars und nebenan zum Beten in die Moschee.

Die Altstadt

Baščaršija — ich habe es aufgegeben zu versuchen, das Wort auszusprechen — bezeichnet eigentlich nur den zentralen Platz in der Altstadt. Umgangssprachlich hat sich der Name aber für das gesamte osmanische Marktviertel durchgesetzt. In den alten Gassen verkaufte man früher nach Gilden aufgeteilt die Waren. Heute werden in der einstigen Schuhmachergasse, Bäckergasse usw. Kaffee serviert und Mitbringsel verkauft. In der Kupfergasse kann man noch heute wunderschöne, aus Kupfer gefertigte Kaffeetassen, Kaffeemühlen und Kannen für zu Hause kaufen. Wer durch die Altstadt flaniert, merkt, wie Ost und West ineinander übergehen. Wo auf der einen Seite der Straße die kleinen osmanischen Basarhäuser stehen, reihen sich eine Kreuzung weiter herrschaftliche Bauten aus der österreichische-ungarischen Zeit aneinander, die doppelt so hoch in den Himmel ragen.

Um einen besseren Eindruck zu bekommen, entscheide ich mich für eine Free Walking Tour. In zwei Stunden kommen wir an der Gazi-Husrev-Bey-Moschee vorbei, besichtigen eine alte Karawanserei, in der früher Reisende samt Vieh und Handelswaren übernachten konnten und füllen uns an den Brunnen immer wieder unsere Flaschen auf, um der flirrenden Hitze mit viel Wasser zu begegnen. Übrigens: Ein Sprichwort besagt, dass jeder Reisende, der aus einem Brunnen der Stadt trinkt, wieder nach Sarajevo zurückkehren wird. In meinem Fall würde ich das unterschreiben! Ich lerne mehr über die Geschichte der Stadt von der osmanischen, der österreichisch-ungarischen Zeit, den Weltkriegen bis zum Bosnienkrieg und der Belagerung Sarajevos. 

Ein Geschäft im Hof der ehemaligen Karawanserei Morica han.
Der Hauptplatz der Altstadt Baščaršija mit dem bekanntesten der Brunnen Sebilij.

Walking Tour

Es gibt in Sarajevo mehrere Anbieter für Free Walking Tours, ich habe die Tour mit Meet Bosnia gemacht. Die Tour dauert rund zwei Stunden, am Ende wird eine Spende erwartet.

Rathaus

Es gibt in Sarajevo eine ganze Reihe an Museen und mir ist es echt schwer gefallen, mich für eines zu entscheiden. Am Ende habe ich mich, dank des Tipps von Kathi, für das ehemalige Rathaus entschieden. Vijećnica, ist eines der markantesten Gebäude der Stadt und wurde unter österreichisch-ungarischer Herrschaft im 19. Jahrhundert im pseudo-maurischen Stil erbaut. Als im Krieg 1992 Bomben das Gebäude trafen, diente es als Nationalbibliothek und rund 90% der Bücher, teils einmalige handschriftliche Originale fielen den Flammen zum Opfer. 2014 wurde das Haus nach der Restauration wiedereröffnet und bietet Besuchern gegen einen kleinen Obolus neben dem Anblick dieser architektonischen Perle verschiedene Ausstellungen, die von von zeitgenössischer Kunst bis zur bosnischen Geschichte und dem Genozid reichen.

Infos: Hier findest du die englische Website: Vijećnica. Öffnungszeiten: tägl. 9-17 Uhr

Vijećnica

Svrzo’s House

Ein idyllischer Hof, in dem kaum ein Geräusch von draußen zu hören ist, nur das Plätschern des Brunnens erfüllt die Luft. Das Svrzo House zeigt, wie wohlhabende Familien in der osmanischen Zeit im 18. Jahrhundert gelebt haben. Als Besucher schlendert man durch die Räume, die von getrennten Wohn- und Schalfräumen für Männer, Frauen und Bedienstete, Räume zum Feiern, einer Kaffeeküche, Balkone und die große Küche mit Lagerräumen reichen. Während ich durch das Haus schlendere, bin ich komplett alleine und genieße es, mir alles ganz in Ruhe anschauen zu können. Absolut sehenswert!

Infos: Hier findest du die englische Version der Website: Svrzo House. Öffnungszeiten: Mo-Fr 10-16 Uhr, Sa 10-15 Uhr. Preis: ca. 1,50 €

Svrzo House in Sarajevo
Die Räume werden tagsüber als Aufenthaltsraum genutzt, abends wird das Bett ausgerollt.

Urban Hike

Um noch mehr über Sarajevo zu erfahren, gehe ich mit Nermin von .Cheyf auf einen Urban Hike. Zunächst führt der Weg steil durch die alten Nachbarschaften Sarajevos namens Mahalas nach oben. Wir laufen an großen Familienhäusern, Höfen mit Wäscheleinen und Gemüsegärten am Rande der Stadt vorbei und nehmen uns dabei viel Zeit für Verschnaufpausen. Bei der Tour erfahre ich einiges über die Geschichte der Stadt, aber auch über die aktuelle Situation in Sarajevo und Bosnien. Wir passieren ein altes Kloster und stoppen hier und da für kleine Anekdoten — Erfahrungen, die man nicht nachlesen kann, sondern von Nermin als Local aus erster Hand bekommt. Ich bewundere immer wieder die grandiosen Aussichten auf Sarajevo und genieße in den Wäldern über der Stadt den Schatten und die frische Brise.

Bei einem leckeren (sogar vegetarischen) Essen in einem bosnischen Restaurant machen wir den Abschluss und ich kann noch alle Fragen stellen, die mir in den Sinn kommen. Was mir besonders gut gefallen hat, ist der Ansatz, Sarajevo aus der Sicht der Bewohner kennenzulernen und abseits der üblichen Sehenswürdigkeiten. Mit Nermin hat man einen Guide zur Seite, der mittendrin ist und mit Herzblut dabei.

Wenn du planst, nach Sarajevo oder Bosnien reisen, lege ich dir unbedingt ans Herz, dich an Kathi und Nermin von .Cheyf zu wenden. Die beiden Weltenbummler leben mittlerweile in Sarajevo und haben hier ihre Reiseagentur gegründet. Auf der Seite findest du Routenvorschläge oder du buchst ein individuelles Programm, das genau auf dich und deine Interessen zugeschnitten wird.

Olympische Bobbahn

Im Jahr 1984 fanden in Sarajevo die Olympischen Winterspiele statt und damit zum ersten Mal in einem sozialistischen Land. Auf den Bergen ringsum wurden die Wettkämpfe ausgetragen, so auch im Bobfahren. Nachdem bei den Spielen hier die Sportler und Sportlerinnen beim Hinabsausen angefeuert wurden, dienten die Anlagen nur wenige Jahre später als Kriegsfront bei der Belagerung Sarajevos. Die alten Bobbahnen kann man heute nicht nur besichtigen, man kann auch direkt auf der Bahn nach unten laufen und dieses besondere Stück Zeitgeschichte erwandern.

Mit der Gondel geht es in rund zehn Minuten über die Dächer nach oben, auf den bunten Betonschalen dann durch den schattigen Wald bergab. Ich mache unzählige Fotos und kann mich an der bunt besprühten Bahn gar nicht sattsehen. Ich lege noch einen Abstecher zu den verlassenen Observatorien ein und wandere dann durch die steilen Straßen der Nachbarschaften zurück ins Zentrum.

Infos: Am besten kaufst du ein einfaches Ticket nach oben und läufst dann den Weg nach unten. Insgesamt solltest du aber 2-3 Stunden für die Wanderung einplanen. Wenn du einen Abstecher bei den verlassenen Türmen einlegen willst, findest du diese unter „Observatorium Bistrik kula“ bei Google Maps. Die Gebäude sind in großen Teilen eingestürzt. Sei also unbedingt vorsichtig! Das Ticket für die einfache Fahrt nach oben kostet ca. 7,60 €, ein Return-Ticket ca. 10 €. Öffnungszeiten: 9-21 Uhr.

Observatorium Bistrik kula

Sundowner: Viewpoint Sarajevo

An grandiosen Aussichten mangelt es in Sarajevo nicht, schließlich ist die Stadt zwischen den Bergen eingekesselt. Wer zum Sonnenuntergang einen tollen Ausblick sucht, der ist an der sogenannten Gelben Bastion, der Žuta tabija, richtig. Nimm dir ein wenig Zeit, denn der Anstieg ist gerade im Sommer durchaus schweißtreibend. Oben angekommen kannst du dir in einem kleinen Café ein kühles Getränk holen und dich dann auf die Mauer setzen, um den Blick über diese besondere Stadt schweifen zu lassen. Hierher verschlägt es vor allem viele jungen Leute und es kann bei schönem Wetter auch etwas voller werden. 

Aussicht von der Gelben Bastion

Bosnische Küche: Restaurants und Cafés in Sarajevo

Gerade in der Altstadt findest du in Sarajevo hauptsächlich traditionelle bosnische Küche. Dabei gibt es im Großen und Ganzen drei Möglichkeiten: Die Grillrestaurants, die Ćevapčići servieren, die, in denen man Burek bzw. Pita, also Teigtaschen gefüllt mit Fleisch oder Käse bekommt und traditionelle Restaurants mit deftiger, bosnischer Küche wie Grillspezialitäten, Eintöpfen und Salaten. Als Vegetarier habe ich sehr guten Tofueintopf, gegrilltes Gemüse, bosnischen Käse, Teigtaschen und Polenta gegessen. Alles sehr lecker!

Wer Kaffee mag, wird Sarajevo lieben. Hier gibt es in der Altstadt an jeder Ecke traditionellen bosnischen Kaffee und das zu jeder Tages- und Nachtzeit. Ich habe zum Beispiel einen bosnischen Kaffee im Slatko Ćoše getrunken, aber du kannst einfach der Nase nach eines der vielen Cafés ansteuern. Neben dem traditionellen Kaffee gibt es auch westliche Cafés, die ich euch hier aufliste. Und wer Süßes mag, der muss sich auf jeden Fall durch die zuckersüßen Leckereien wie Lokum, Baklava und Kuchen probieren!

Vegetarisches Essen im Restoran Dzenita in Sarajevo

Klopa

Im Klopa direkt an der Kathedrale gibt es riesige Fleischplatten. Ich bin hier gelandet, weil ich gesehen habe, dass es auch ein gute Auswahl an vegetarischen Gerichten gibt. Mein Tofueintopf war wirklich lecker! Richtig würzig und mit viel Gemüse. 

Restoran Dzenita

Ebenfalls sehr gut gegessen habe ich im Restoran Dzenita, das sich auch mitten in der Altstadt befindet und traditionelle bosnische Küche wie gegrilltes Fleisch, Eintöpfe, Käse und Gemüse serviert. Ich habe mir die Polenta und Grillgemüse schmecken lassen. 

Kawa

Das Kawa ist ein hippes Café, in dem ich sehr leckeren Iced Coffee auf der Terrasse getrunken habe. Hier sitzen junge Menschen am Laptop, es läuft Musik und am Abend gibt es dann Cocktails, um den Abend gemütlich ausklingen zu lassen.

Fabrika Coffee

Auch hier geht es hip zu: Fabrika Coffee gibt es zweimal in Sarajevo, eine kleine Filiale in der Altstadt, wo man sich vor allem einen leckeren Kaffee auf die Hand holen kann und eine größere Zweigstelle in der Straße Dalmatinksa mit viel Platz zum Sitzen.

Praktisches

Anreise

Wer mit dem Flieger anreist, findet mittlerweile Direktflüge in knapp zwei Stunden von Flughäfen wie Frankfurt, Köln, München oder Hamburg. Ich bin von London mit easyjet direkt und günstig nach Sarajevo geflogen.

Unterkunft

Mein Hotel war leider recht dunkel und das Zimmer sehr klein. Als Tipps hat mir Kathi das Hotel Story und Hotel Sana in der Altstadt genannt, sowie das Hotel Aziza, das zwar zentral, aber etwas außerhalb des Trubels liegt. Hier findest du das passende Hotel in Sarajevo. (Alle Links zu Booking sind Affiliate-Links)

Geld

In Bosnien-Herzegowina wird mit Konvertibler Mark bezahlt, abgekürzt mit KM. Momentan entspricht eine KM etwa 0,50 Euro. Du solltest auf jeden Fall Bargeld dabei haben, da du vor allem in kleineren Geschäften oft nur bar zahlen kannst. Banken und Bankautomaten gibt es recht viele, auch in der Altstadt.

Internet

Informiere dich vorab, ob dein Handyvertrag auch mobiles Internet in Bosnien-Herzegowina abdeckt. Bei mir war das nicht der Fall. Besorge dir also ggf. eine lokale Sim-Karte oder eine elektronischen Sim-Karte.

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