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Mein Jahr in Bildern: Wo ich in der zweiten Hälfte von 2016 so war

4. Januar 2017

 

klagemauer

Michael von „Erkunde die Welt“ ruft wieder zur Fotoparade auf. Klar bin ich da wieder dabei! Die zweite Hälfte von 2016 war für mich reiseintensiv: Ich war lange in der Heimat und wanderte den Pfälzer Höhenweg, ich war ein paar Tage in Venedig und zum ersten Mal länger alleine unterwegs in Andalusien und Israel. Silvester feierten wir in Stockholm, also habe ich noch einige Fotos auf der Festplatte, die gezeigt werden wollen. Also kommt mir Michaels #fopanet gerade gelegen.

“Tierisch”

Kuscheliges Fell, glänzende Stupsnasen, weiche Samtpfoten: Ich bin ein Tierfanatiker und fotografiere tonnenweise Katzen, Hunde, Ponys und was die Fauna so hergibt. Auch wenn dieses Bild vielleicht nicht das spektakulärste Tierfoto ist habe ich es gewählt weil ich nie zuvor von einem Schliefer gehört habe. Das ist es nämlich. Oder in englisch „Hyrax“, falls das jemandem bekannt sein sollte. Never heard, trotzdem putzig. Wo es die zu finden gibt? In Israel in der En Gedi Oase zum Beispiel.

israelhyrax

Ein weiteres Foto in der Kategorie „tierisch“ ist dieses hier, das ich mit einem besonderen Erlebnis verbinde. Es war der Morgen nach der Präsidentschaftswahl in den USA. Als ich vom Ergebnis hörte, war ich am Toten Meer, dem tiefsten Punkt der Erde, zusammen mit einem Kamel, das irgendwie ganz betröppelt dreinschaute. Ein Sinnbild für die nächsten Jahre Trump.

20161109_143818_resized

“Berühmt”

Berühmt, berüchtigt, und für Juden und Moslems einer der wichtigsten Orte überhaupt: Die Klagemauer oder auch Western Wall. Wenn man an einen Ort fährt, hat man berühmte Bilder im Kopf. In Jerusalem war es für mich schon immer das Bild dieser Mauer mit dem im Gebet versunkenen Juden. Übrigens: Man darf hier fotografieren. Ich selbst bin nur bis zur Absperrung vor der Mauer und habe von ganz weit weg fotografiert, um nicht zu stören.

klagemauer

“Gewachsen”

Gewachsen im übertragenden Sinne bin ich durch ein Hobby, das ich 20016 für mich entdeckt habe: Wandern. Zuerst bin ich einige Etappen des Pfälzer Höhenweges in der Heimat gewandert und habe mich dabei nebenbei noch selbst geheilt, dann war ich in Tirol im Karwendel am Achensee. Was soll ich sagen? Wunderschön, all die Natur, die gewaltigen Berge, das Panorama, das Essen auf den Hütten. Ich verfalle ins Schwärmen. Dabei war ich beim Aufsteig, sagen wir es nett: not amused. Bergwandern und sanfte Hügel im Nordpfälzer Bergland, das sind schon zwei Paar Schuhe. Umso schöner ist aber dann die Aussicht. Und weil ich mich nicht entscheiden konnte, auch hier gleich mehrere Bilder.

pfaelzerhoehenweg
Auf dem Pfälzer Höhenweg

kuh

achensee

“Nachts”

Ich weiß ja nicht, wie es euch geht aber ich liebe Venedig und vor allem dann, wenn die Scharen an Tagestouristen wieder weg sind. Abends kommt der besondere Charme der morbiden Lagunenstadt besonders zum Vorschein. Eine Atmosphäre, in die ich mich bereits als Kind in einem Roman von Kai Meyer verliebte und nun schon dreimal mit eigenen Augen erleben durfte. Dieses Mal auch mit meiner besseren Hälfte. Mehr dazu hier.

venice venedig bei Nacht Bezirzt

“Gebäude”

Die vielleicht schönsten Gebäude im letzten halben Jahr habe ich in Andalusien gesehen. Die Detaillfreude an der Kathedrale in Sevilla, die imposanten Brückenbauten in Ronda aber allen voran: die Alhambra. Auch wenn ich mit Nieselregen und Kälte und drei Stunden anstehen im Morgengrauen meine Startschwierigkeiten hatte, im Inneren entlohnte mich der Palast mit tollen Motiven. Mein liebstes? Diese Tür, die ic gleic mal als mögliche Headervariante gespeichert habe.

bezirzt

“Schönstes Foto”

Ich sprach schon von der besonderen Atmosphäre in Venedig, deshalb auch in dieser Kategorie noch einmal das nächtliche Venedig. Leicht betüdelt von ein paar Gläsern Spritz, liefen wir auf Giudecca am Kanal entlang, nicht ohne gefährlich nah am Wasser ins Stolpern zu kommen. Was mich aber besonders an unseren letzten Abend in Venedig erinnert ist die ruhige Atmosphäre auf Giudecca. Einige Menschen kamen gerade aus der wunderschönen, von Palladio entworfenen Kirche Redentore. Kaum Touristen unterwegs. Nur das diffuse Licht und der Blick auf die grandiose Stadt.

vendignacht

 

„Wüste“

Als Zusatz musste ich noch ein Bild loswerden: Der Blick von der Festung Masada auf die judäische Wüste. Ist das nicht eindrucksvoll?

masada wüste

 

  1. Hallo Julia,

    Wieder einmal tolle Bilder! Vielen Dank für deinen schönen Beitrag!!
    Die beiden Wanderbilder und die beiden aus Venedig gefallen mir besonders gut. Rate mal, wo ich gerade bin, während ich diese Zeilen schreibe! ;-)

    Lg Michael

  2. Liebe Julia,

    wahnsinnig schöne Fotos, vor allem die aus Israel gefallen mir besonders gut, ich hoffe, dass ich endlich mal meine „Angst“ überwinde und dieses Land einmal kennenlerne. Die Liebe zu Kühen in den Bergen teilen wir :-).

    LG
    Alexandra

  3. Servus Julia!

    Klasse Beitrag zu Michaels Fotoparade!

    Und zu „not amused“. Klingt nach viel Jammern („Sind wir bald da? Wie weit ist es noch? I mog nimma!“ :-) ).

    Ja, so manche Aussicht muss man sich schon hart erarbeiten und nicht immer ist man von Anfang bis Ende voll motiviert. Aber je öfter man geht, desto mehr Freude findet man auch daran. Und so ein erwanderter Gipfel ist für den Kopf viel schöner, als einer, den man via Mautstraße oder Seilbahn „bezwungen“ hat.

    In diesem Sinne – have fun
    Horst

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