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Kolumnen

…von einer Seite auf die andere.

von einer Seite auf die andere.

Damit ich schlafen kann, muss ich Hörbücher hören. Ich höre sie nicht wirklich, ich höre sie nur, damit ich nicht denken kann. Damit ich nicht wach liege. Damit sich meine Gedanken nicht drehen. So wie ich mich von einer Seite auf die andere.

Wenn ich nicht schlafen kann, versuche ich ganz still zu sein. Ich seufze den Frust, die Sorgen nur so leise, damit ich dich nicht wecke und ich seufze sie gerade so laut, dass du vielleicht doch wach wirst.
Vielleicht fragst du mich dann: „Was ist los?“ oder vielleicht fragst du auch nicht, weil du es genau weißt. Weil du auch wach liegst.

5:11 – der Wecker klingelt und ich stehe auf, müde von den unruhigen Nächten und froh, dass ich ihnen wieder aufs Neue entfliehen kann. Nach der Arbeit schaue ich dann Serien, die ich nicht mag. Eine nach der anderen, so lange, bis ich nicht mehr weiß, was ich noch schauen soll.

Danach bin ich ganz benebelt im Kopf und das ist gut, denn so fangen die Gedanken nicht an übermütig zu werden. Sie sind träge und zäh und ohne Bewegung.

An unseren freien Tagen lenken wir uns ab, füllen sie mit Ausflügen und treffen uns mit Freunden, damit wir nicht merken, wie einsam wir sind. Und wenn es geht, dann fahren wir weg. Dann erinnern wir uns daran, wie es in Indien war. Wie wir uns Halt gaben, in den Tag lebten, frei von Alltag, nichts müssen. Mit Plänen im Kopf und flatterndem Herzen.

Und dann bin ich dankbar, dass du da bist. Dass wir zwei da sind, auch wenn der Alltag uns manchmal ganz klein macht.seite_bezirzt2

Sonntags kommen wir dann so spät zurück, dass wir keine Zeit haben zu denken, zu fühlen und zu fragen, was falsch ist. Wir kommen so spät an, dass wir gleich schlafen gehen, mit Hörspiel, damit wir morgen arbeiten können. Funktionieren und nicht denken.

Doch immer öfter quetschen sich die Gedanken in die Sprechpausen der monotonen Erzählerstimme. Gedanken, dass ich das alles hier nicht will. Stoppschilder, Warnsignale, die ich schon längst vom Vorbeigehen kenne, die sich aber nicht länger mit meiner Ignoranz zufrieden geben.

Wenn ich meinen Gedanken freien Lauf lasse, dann werden sie zu Gefühlen, die mich schlichtweg übermannen.

Doch heute wache ich auf, noch im läuft das Hörspiel. Doch ich spüre, etwas ist anders. Ich will  laufen, nicht träge sein. Ich laufe und mit jedem Schritt kommen Gedanken, als würde ich ein Ventil öffnen. Ich denke so viel, dass es sich anfühlt wie das Blut, das in meinen Adern rauscht. Denn ich jetzt bin ich stark genug, um im reißenden Gedankenfluss nicht den Stand zu verlieren.

Oder nein, ich bleibe nicht stehen, ich lass mich einfach mitreißen und nehm‘ dich bei der Hand.

Bewegung in meinem Körper wird zu Bewegung in meinem Kopf, in meinem Leben. Wohin mich der Fluss treibt? Ich weiß es nicht. Vielleicht dahin, wo ich wieder schlafen kann. Ohne Hörspiel.

Und wo mich das ganze Laufen am Ende heute tatsächlich hingebracht hat? Zu den Massagesesseln im Elektroladen. Gar kein schlechter Anfang.

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