Berlin | Kunst und Kultur

Tanz der Vampire: Mein Teenie-Herz schlägt Purzelbäume

7. November 2018

Ich mag Musicals nicht sonderlich. Irgendwie geht’s mir da ähnlich wie mit Disneyfilmen, die Musik ist mir meist zu schnulzig. Was ich allerdings mag, das sind Vampire. Begonnen hat es mit dem Kleinen Vampir, mit Büchern wie Wolfgang Hohlbeins Schattenchronik oder dem Film „Interview mit einem Vampir“. Ja, auch die „Bis(s) zum Morgengrauen“-Serie waren Teil meiner Vampirliebe, sicher aber kein Highlight, schon gar nicht die Filme. Es ging sogar so weit, dass ich für meine Magisterabschlussprüfung in Literatur das Thema Vampirliteratur wählte.
Als ich dann das Plakat vom Musical „Tanz der Vampire“ in der U-Bahn sah, war klar: Ich muss mir das endlich ansehen.

Ein paar Wochen später sitze ich mittendrin im Stage Theater de Westens. Das letzte Mal war ich mit der Schule hier. Es ist der 30.10, ein Tag vor Halloween, das Datum könnte also nicht passender sein. Vampire gucken statt Halloweenparty. Als die Show beginnt ist alles da, was ich erwartet habe: Klamauk, Witze, lustige Lieder. Ich muss noch ein wenig warm werden. Dann nehme ich auf einmal eine Bewegung im Augenwinkel wahr. Es ist der Vampir Graf Krolock, der sich fast unbemerkt seinen Weg durchs Publikum bahnt. Leise, elegant und unheimlich. Mein Teenie-Herz schlägt höher. Nachdem der erste Schreck verdaut ist, beobachte ich amüsiert, wie andere Zuschauer zusammenzucken, als sie den Vampir entdecken.

Als endlich die Vampire auf die Bühne kommen, bin ich voll dabei. Die Bühne sieht grandios aus, das Vampirschloss ist wunderschön. Dass die Melodie von Bonnie Tylers „Total Eclipse of the Heart“ eine Leitmelodie des Musicals ist, wusste ich ehrlich gesagt nicht. Ich weiß allerdings jetzt schon, welchen Song ich für die nächsten Tage in Dauerschleife im Kopf haben werden.

In der Pause gönne ich mir einen Rotwein für 7,50 €, der mir trockener um einiges besser geschmeckt hätte. Ich beobachte junge Mädchen, die als Vampire verkleidet sind und bin mir sicher, dass ich das vor einigen Jahren auch so gemacht hätte. Ich kippe den Wein in ein paar großen Schlücken runter, um rechtzeitig wieder meinen Platz in der Mitte des Publikums einnehmen zu können. Ich quetsche mich an einer gesamten Schulklasse vorbei und dann geht es weiter. Ernster und düsterer ist der zweite Teil und ich bin tatsächlich vom Ende überrascht. Aber keine Sorge, hier wird nicht gespoilert, das müsst ihr schon selbst ansehen.
Termine gibt es in Berlin noch bis März 2019, hier könnt ihr bestellen.


Über das Musical:

TANZ DER VAMPIRE ist ein opulentes, klassisches Musical. Eine lustige, spannende sowie tiefgründige Parodie auf das Vampir-Genre. Basierend auf Roman Polanskis filmischer Gruselkomödie von 1967 gelang es Michael Kunze (Buch) und Jim Steinmann (Musik) ein packendes Bühnenerlebnis mit unverwechselbaren Melodien zu schaffen. Großartige Rockballaden, traumhafte Kulissen, grandiose Kostüme und eine Geschichte mit Liebe und etwas Erotik machen dieses Meisterwerk mittlerweile zu einem Klassiker, der gerne immer wieder an die großen Musicalbühnen in Deutschland und Österreich zurückkehrt.
TANZ DER VAMPIRE konnte seit der Uraufführung in Wien weltweit schon fast neun Millionen Zuschauer in über 8.500 Vorstellungen und 12 Sprachen begeistern. In Berlin war das Musical bereits 2006, 2011 und 2013 zu sehen und wurde jedes Mal der Publikumshit des Spielplans.
TANZ DER VAMPIRE ist eine Produktion von Stage Entertainment in Zusammenarbeit mit den Vereinigten Bühnen Wien. Ein Musical von Michael Kunze und Jim Steinman, basierend auf dem Film „The Fearless Vampire Killers“ von Regisseur Roman Polanski, Drehbuch Gérard Brach und Roman Polanski.

Offenlegung: Ich habe dank des Presseausweises ein Ticket umsonst bekommen.

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