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Die Städtesammlerin: In Öffis unterwegs

20. April 2018

Annett Gröschner hat eine etwas seltsame Angewohnheit: Egal, in welcher Stadt sie ist, sie besteigt die Bus- oder Bahnlinie 4 – ob nun in Alexandria, in Peking oder Tel Aviv.
Annett kommt so an Orte, die nicht in Reiseführern oder auf TripAdvisor zu finden sind. Was man in der Peripherie sieht, sind weder Sehenswürdigkeiten noch spektakuläre Orte. Dafür fährt die Städtesammlerin mit der Nr. 4 mitten rein in den Alltag der Bewohner. Denn ganz ehrlich: Das Leben passiert nicht unbedingt am Brandenburger Tor, am Louvre oder Taj Mahal, sondern da, wo die Bahnlinie enden.
Ob es nun Begegnungen mit Soldatinnen, vorbeirauschende Hochhäuser oder die Straßenbahnen selbst sind, die das Interesse der Autorin wecken, die Geschichten sind fein beobachtet und warmherzig erzählt.
Ich bin selbst kein großer Autofan und deshalb umso lieber in den Öffis unterwegs, auch wenn es nicht immer die Nr. 4 sein muss. Daher hat mich das Thema des Buches gleich angesprochen. Mein Fazit: Auch wenn ich die Berliner Verkehrsmittel oder die Bahn nicht selten verteufele, nach der Lektüre bekam ich gleich Lust auf einen Ausflug mit der Bahn und das Beobachten des Alltags in der Fremde.

Die Städtesammlerin gibt es hier.

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