Gedanken,  Reisen,  Was los war

#Wasloswar 1_2020

Heute ist der 3. März, mein Geburstag. Mein 32. um genau zu sein. Ein passender Anlass, um dich ein wenig auf den neuesten Stand zu bringen. Ich habe in letzter Zeit viele Andeutungen gemacht und nichts Konkretes verlauten lassen. Das hasse ich ja bei anderen, für sowas bin ich einfach viel zu neugierig. (Deshalb klicke ich auch auch auf jede Clickbait-Überschrift, selbst wenn es mich eigentlich gar nicht interessiert …) Heute gibt es also mal ein paar Neuigkeiten zu verlauten.

Schreiben, schreiben, schreiben

Ich bin zwar kein Freund von Neujahrsvorsätzen, doch ich nutze die letzte Zeit des Jahres, um auf die vergangenen Monate zu schauen. Was war gut, was nicht so? Was will ich im neuen Jahr verstärkt angehen, beruflich und privat? In so einem Moment habe ich zu Manu gesagt: „Ich will endlich ein Buch schreiben“. Dieser Gedanken schwebt eigentlich schon immer in meinem Kopf und so habe ich bereits in einem irischen Pub 2018 den passenden Wiskey gefunden: Writers Tears. „Den trink ich bei meinem ersten Buch“, war ich mir sicher und Manu schenkte ihn mir kurzerhand am darauffolgenden Weihnachstfest. Im Februar saß ich dann also da mit einem Gläschen Writers Tears und setzte den letzten Punkt hinter mein erstes Buchmanuskript. Eigentlich dachte ich ja an einen Roman, die grobe Story ist schon lange in meinem Kopf, doch es kam ein bisschen anders. Ende Dezember also, kurz nach dem Satz mit dem Buchschreiben, flatterte eine E-Mail in mein Postfach. Ein Verlag fragte an, ob ich mir vorstellen könne, ein Buch über Reisen in Deutschland mit ihnen umzusetzen. Einfach so. Lange überlegen musste ich nicht. Und so hatte ich im Januar und Februar mit einem Mammutprojekt zu tun und verfasste den Text für einen kompletten Reiseinspirationsbildband. Ich saß jeden Tag inklusive Samstag und Sonntag den kompletten Tag am PC, kramte in meinen Reiseunterlagen vergangener Deutschlandreisen, recherchierte in der Bibliothek und holte mir Tipps von Freunden. Um was es ganz genau geht, bekommst du dann in Kürze noch ganz ausführlich gezeigt. Gerade wird das Buch gesetzt und im Mai wird es dann erscheinen. Ich bin so gespannt!

So habe ich mich im Februar gefühlt …

Riga und Vilnius

Um ganz viel Ruhe zum Schreiben zu haben, habe ich knapp zwei Wochen in Riga und Vilnius verbracht. Ich bin zwar noch nicht dazu gekommen, etwas darüber zu schreiben, aber so viel vorweg: Ich fand beide Städte richtig toll! Zwar lernte ich hauptsächlich viele Cafés von Innen kennen, aber für mich gibt es definitiv Schlimmeres. Leider erwartete mich statt Winterwonderland eher Regenwetter aber auch das geht vom Café aus ganz gut klar. Ich war echt überrascht wie viele mega hippe Cafès es in beiden Städten gibt, Wahnsinn! Ein bisschen Zeit für Sightseeing hatte ich dann auch noch. In Riga habe ich eine alternative Stadtführung gemacht, mir das Jugendstilmuseum und Ballett angeschaut. In Vilnius habe ich eine Free Walking Tour durch die Altstadt und das alternative Uzupis gemacht und den dortigen verwunschenen Friedhof besucht. Bald schreibe ich mehr dazu. Im Februar war ich ein paar Tage in der Heimat um mich ein wenig zu erholen und war anschließend in München, um Freunde zu treffen. Außerdem waren wir mit Manus Familie beim Bodyflying von Jochen Schweizer. Ich war vorher echt aufgeregt aber es war sooo toll! Kann ich nur empfehlen. Google es einfach mal!

Ciao, Berlin! Zukunftspläne

Dass wir Berlin verlassen wollen, steht schon lange fest. Doch wohin wir gehen und wann, war lange nicht so klar. Seit einiger Zeit stand es im Raum, seit Januar ist es fix. Wir werden im Juni Berlin und auch Deutschland vorerst den Rücken kehren und nach Oxford gehen. Manu macht dort für zwei Jahre Post-Doc und ich gehe einfach mal mit. Ich bin gespannt, was der Brexit so an Schwierigkeiten bringen wird und freue mich ansonsten sehr auf das Erkunden der ganzen Insel und auf die Nähe zu London. Vor allem aber freue ich mich auf das Leben in einer kleineren Stadt. Berlin ist toll, ich weiß jetzt schon, was ich vermissen werde, aber ich muss es auch ganz deutlich sagen: Berlin hat mich mit seiner Größe und Anonymität in Kombination mit meiner Art zu arbeiten auch echt einsam gemacht. Vielleicht schreibe ich auch dazu bald mal mehr. Ich bin aufgeregt, was das Abenteuer Großbritannien angeht aber absolut guter Dinge.Trotz der vielen Reisen hat es mir immer gefehlt, mal für einen längeren Zeitraum im Ausland zu leben. Ende März geht es für uns erstmal für ein paar Tage rüber, um mal die Lage zu checken. Außer Corona macht uns da noch eine Strich durch die Rechnung.

Da wir mit dem kommenden Umzug einiges zu tun haben werden, ich muss quasi unsere ganze Wohnung in mein altes Kinderzimmer bei meinen Eltern in der Pfalz verstauen, stehen erst einmal keine großen Reisepläne an. Vielleicht ergibt sich spontan noch etwas, ansonsten genießen wir unsere letzten Monate in Berlin und ich hoffe, dass sich bald mal wieder die Sonne blicken lässt. Da leider sowohl die ITB als auch das Berlin Travel Festival ausfallen, habe ich diese Woche mehr Zeit als geplant, aber auch das kann ich gerade ganz gut gebrauchen. Ich habe noch so viele Artikel für den Blog auf der Liste und freue mich darauf, diese endlich zu schreiben. Schweden, Indonesien, Riga, Vilnius, es gibt noch einiges zu erzählen! Und was die Arbeit für den Rest des Jahre angeht: Ich bin gerade im Gespräch für ein weiteres Buch. Mal sehen, ob das klappt!
Jetzt stelle ich erstmal das Corona kalt und erledige die letzten Vorbereitungen, denn heute Abend kommen ein paar Freunde zum Anstoßen. Der Champagner, den ich zu meinem 30. bekommen habe, will auch getrunken werden.

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