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Eine Nacht im Container – besonders übernachten im i31 Hotel Berlin

Manchmal braucht man keine zwei Wochen Urlaub und muss nicht weit weg, um sich ein wenig zu entspannen. Manchmal reicht eine kleine Auszeit in der Nähe oder gar der eigenen Stadt, ganz ohne Anreisestress und ohne lange Planung. Wenn es dann noch eine Unterkunft mit dem gewissen Etwas ist, ist das Urlaubsfeeling perfekt. Wer gerade auf der Suche nach einer Übernachtungsmöglichkeit der besonderen Art in Berlin ist, der sollte sich das Hotel i31 mal genauer ansehen.

Besonderes Hotel in Berlin

Das Hotel i31 ist nicht nur verkehrsgünstig direkt an der U-Bahn Naturkundemuseum in Mitte gelegen, es besticht schon beim ersten Betreten mit coolem Interieur. Urban, bunt, nicht überladen und ziemlich cool, so würde ich das Erdgeschoss beschreiben. Das Hotel ist groß, wirkt aber dennoch familiär und angenehm überschaubar. Im Innenhof gibt es einen verwunschen Garten mit Fischteich und zwei großen Buddhas, in dem man die Sonne genießen kann. Doch das Beste erwartet mich auf dem Dach. Dort stehen vier Container, die zu Suiten umgebaut wurden. In einem davon werden wir heute Nacht übernachten. Außen stylischer Rost, zwischen den Container gibt es kleine Gärtchen mit Terrassenmöbeln und Obst, an dem wir uns bedienen dürfen. Spätestens wenn ich Himbeeren bekomme, bin ich hin und weg. Innen sind die Container hell und freundlich. Hingucker ist die kleine Couchecke mit Sofa und wunderschöner Glaslampe. Ich mache es mir aber direkt am großzügigen Schreibtisch bequem, mache mir an der Maschine ein frischen Kaffee und nutze die zwei Stunden, bis Manu von der Arbeit kommt, um noch etwas produktiv zu sein. Ab und zu lasse ich den Blick zu den Postmitarbeitern schweifen, die im Nachbarhof ihre Fahrräder abstellen aber ansonsten kann ich konzertiert meine To-do-Liste abhaken. Die Zeit vergeht wie im Flug. Eigentlich wollte ich mich unten an einen Tisch setzen, denn auch da ließe es sich wunderbar am Laptop arbeiten aber dazu bin ich gar nicht mehr gekommen. Auf jeden Fall kann ich das Hotel empfehlen, wenn man noch ein wenig Arbeit im Gepäck hat. Als Manu kommt, macht er große Augen. Wir könnten uns beide vorstellen, direkt einzuziehen.

Kleine Auszeit in der eigenen Stadt

Für das Abendessen haben wir uns für Ramen bei Takumi Nine Sapporo entschieden. Wir beide lieben die vegetarischen Tantan- und Shoyu-Varianten und sitzen nett im Innenhof. Nach einem Verdauungsspaziergang schlendern wir wieder zurück ins Hotel und freuen uns schon darauf, es uns in unseren Container gemütlich zu machen. Wir glotzen noch ein wenig und schlafen dann im riesigen und sehr bequemen Betten satt und glücklich ein. Am nächsten Morgen geht es ins Erdgeschoss. Wegen Corona gibt es ja momentan kein Buffet und so haben wir vorab ein Frühstück bestellt.

Wir schlürfen unseren Kaffee mit Blick auf die grüne Innenhofoase, essen unsere Croissants und fühlen uns wunderbar erholt. Ein bisschen Urlaub – in der eigenen Stadt, mitten in der Woche. Als wir auschecken, ich mich Richtung Home-Office mache und Manu sich ins Labor verabschiedet, kommt es uns vor, als hätten wir mindestens ein Wochenende auf dem Land verbracht. Eine perfekte kleine Auszeit, die gerade jetzt wo ich super viel Arbeit habe so gut. Ein Tapetenwechsel kann so gut tun, vor allem wenn der Ort so schön ist wie unser Container.

*Offenlegung: Wir wurden für eine Nacht eingeladen.

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