Sarah Waltinger
Alltagsfluchten,  Blog,  Lesetipps,  Pfalz: Krawwelkatz,  Reisen

Eskapaden in der Region Rhein-Main

Es muss nicht immer der Sommerurlaub am Strand, die Fernreise oder der Wochenend-Städtetrip sein – kleine Ausflüge in der Region sind für die Erholung zwischendurch viel besser geeignet. Man spart Kosten und Stress durch lange Anfahrten und für die Umwelt ist es sowieso besser. Und das Schönste: Wenn man einen tollen Ort entdeckt hat, an dem man so richtig entspannen, Natur tanken oder Abenteuer erleben kann, dann kann man einfach immer wieder kommen.

Meine Freundin Sarah Waltinger hat sich im Rhein-Main-Gebiet auf die Suche nach kleinen, mittleren und größeren Outdoor-Erlebnissen gemacht und diese 52 Eskapaden in ein Buch verpackt. Die Kategorien sind nach Zeitaufwand aufgeteilt. Es gibt Eskapaden für ein paar Stunden, für einen Tag und Ideen für Wochenendausflüge. Was ich auch super finde: Es wurde Wert darauf gelegt, dass man so oft wie möglich auch ohne Auto ans Ziel kommt. Vielleicht kennt ihr die Eskapaden-Reihe von DuMont schon. (Ich hatte euch schon die Berlin-Eskapaden von Inka ans Herz gelegt). Ich liebe es, durch die Büchlein zu blättern und mir Inspiration zu holen. Für das Rhein-Main-Gebiet mache ich jetzt schon Pläne wie verrückt. Wenn ich das nächste Mal wieder ein paar Tage in der Heimat, nur 50 km von Mainz entfernt, bin, habe ich schon eine gut gefüllte To-do-Liste.

Meine drei Lieblings-Eskapaden, auch wenn ich mich kaum entscheiden konnte, stelle ich euch hier vor. Ich habe vor allem Naturausflüge ins Programm genommen aber es gibt auch einige super schöne Eskapaden in den Städten wie Frankfurt, Mainz, Würzburg & Co. Es lohnt sich also reinzuschauen. Hinweis: Nachmachen empfohlen!

52 Eskapaden Rhein-Main
Foto in Buch: Sarah Waltinger

1. Savannengefühl im Mainzer Sand

Die Eskapade #13 ist direkt eine meiner absoluten Lieblinge. Im Endeffekt geht es hier um nur eine Sache: Sand. Und davon gibt es in Mainz, auch wenn man es nicht vermuten würde, eine ganze Menge. Sarah beschreibt es in ihrer Eskapade so schön: „Man könnte meinen, man streift durch die Savanne Ostafrikas“. Dabei ertappt sie sich selbst, wie sie den Blick in die Baumkronen richtet, um nach einem Leoparden Ausschau zu halten oder wahlweise das Meer hinter der nächsten Anhöhe. Nur wenige Menschen verschlägt es zum Mainzer Sand, dabei gibt es hier eine Vegetation zu sehen, die einzigartig in Mitteleuropa ist. Sie ist das Relikt der nacheiszeitlichen Steppenlandschaft, die vor 9000 Jahren dieses Gebiet und weite Teile Europas bedeckte. Durch den Sand läuft man am besten barfuß. Nach nur wenigen Schritten merkt man, wie das Urlaubsgefühl einsetzt. Warmer puderweicher Sand zwischen den Zehen, die Morgen- oder Abendsonne im Gesicht – so sieht der ideale Kurzurlaub aus. Auch wenn er vielleicht nur ein paar Stunden dauert.

Vom Mainzer Hauptbahnhof geht es mit dem Bus 6 bis An der Krimm.

2 Flugplatz Bonames im Norden von Frankfurt

Das Tempelhofer Feld in Berlin ist einer meiner absoluten Lieblingsorte, nicht nur weil wir nur wenige Gehminuten davon entfernt wohnen. Der ehemalige Flughafen steht nun seit vielen Jahren leer und auf dem Rollfeld hat sich ein Naherholungsgebiet mit Sport und Grillmöglichkeiten entwickelt. Einzigartig! Das dachte ich zumindest, bis ich die Eskapade #27 gesehen habe. Auch in Frankfurt gibt es einen stillgelegten Flughafen. Auch wenn der natürlich nicht mit den Ausmaßen von Tempelhof mithalten kann, würde es mich sehr interessieren, dem ehemaligen Militärflughafen in Bonames mal einen Besuch abzustatten. Ich glaube, hier spürt man besonders schön, wie sich die Natur nach und nach den von Menschen gebauten Ort zurückerobert. Seit sich am alten Flugplatz ein Landschaftsschutzgebiet befindet, hat sich hier wieder so einiges an Tieren und Pflanzen angesiedelt. Und was man hier macht? Man genießt die üppige Natur, nur einen Katzensprung von Mainhattan entfernt, lässt Drachen steigen, schnallt die Inliner an oder trinkt einen Kaffee im Tower Café.

Mit der S-Bahn zum Bahnhof Frankfurter Berg und dort in den Bus 27 bis Nordpark / Alter Flugplatz fahren.

Eskapaden Rhein-Main
Fotos im Buch: Sarah Waltinger

3: Baumzelten im Binger Wald

Abgefahrene Unterkünfte finde ich genial. Ob Fass, Cube oder eben Baumzelt! In der Eskapade #42 nimmt uns Sarah mit in den Binger Wald. Ein Waldspaziergang ist ja an sich schon immer eine gute Idee. Was gibt es erdenderes als im schattigen Zwielicht der Bäume zu spazieren, dem Zwitschern der Vögel zuzuhören und bei jedem Rascheln rasch den Kopf ausstrecken, um zu sehen was sich da bewegt hat? Wenn ein Spaziergang zwischen den Bäumen schon so viel Ruhe und Erholung bringt, wie ist es dann mit einer Übernachtung mitten im Wald? Ich bin neugierig! Würde man auf dem Boden, gar ohne richtiges Zelt schlafen, wäre ich skeptisch ob der Spinnen und sonstigen Besucher, aber im Baumzelt würde es mir gefallen. 1,5 Meter hängt es über dem Boden und der Einstieg scheint lustig zu sein, da es ordentlich ins Schwanken gerät. Tagsüber spaziert man durch den Wald, steigt im Klettergarten in luftige Höhen, versucht sich im Robin-Hood-Style im Bogenschießen oder testet die Trendsportart Fußballgolf. Und wenn man dann ausgepowert und glückselig ins Zelt steigt, sind da nur noch der Wald und du.

Die Anfahrt empfiehlt sich hier mit dem Auto von Bingen in Richtung Daxweiler.

Wenn ihr jetzt Lust auf die Rhein-Main-Region bekommen habt, dann besorgt euch das Buch „52 Eskapaden in der Region Rhein-Main“ oder schaut aufs Sarahs neuestem Baby dem „Rhein-Main-Blog“ vorbei. Sarah ist außerdem große Italienliebhaberin, träumt davon, irgendwann einmal im Süden zu leben und reist gerne nachhaltig. Mehr davon gibt es auf ihrem Blog „Itchy Feet Travel“.

Rhein-Main Ausflug

Offenlegung: Das Buch habe ich selbst gekauft.

2 Kommentare

  • Sarah

    Liebe Julia,

    ich danke dir für diese wundervolle Buchbesprechung. Du beschreibst deine Lieblinge so schön – ich habe direkt Lust gleich wieder loszuziehen. :) Vielleicht machen wir demnächst mal eine zusammen?

    Viele Grüße,
    Sarah

  • Michelle

    Oh, das ist eine schöne Art eines „Reiseführers“.
    Eine Bekannte von mir, Liane von die ReiseEule wohnt in Mainz und berichtet auch gerne drüber.
    Vielleicht ist das Buch ja auch was für sie! :)

    <3

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.