Deck 5
Berlin

Dachterrassen in Berlin: Meine liebsten Rooftops der Stadt

Deck 5: Strandbar im Prenzlauer Berg

Mit Tüten bepackt geht es vom Aufzug im fünften Stock nicht nur in Berlins höchste Strandbar, sondern vom Alltag direkt in den Kurzurlaub. Das Deck 5 hoch oben auf den Schönhauser Allee Arcaden bietet einen Rundumblick über den Prenzlauer Berg. Die Flugzeuge im Start- und Landeflug vom Tegeler Flughafen sorgen dabei für eine gehörige Portion Fernweh. Doch mit dem Füßen im Sand, einer Tasse Kaffee in den Händen und dem Wind in den Haaren lässt sich der nächste Urlaub ganz wunderbar planen.

Balinesisches Treibholz, thailändische Buddhas und Bambusmatten stellen den Urlaubsbarometer auf Asien ein. Asiatische Urlaubsflair trifft auf weiße Loungemöbel. Zusammen ergibt das eine angenehme Café- und Clubatmosphäre, sodass man hier immer richtig ist: zur Kaffeezeit, zum Feierabendbier oder zum romantischen Sonnenuntergang mit dem Lieblingsmenschen. Die Strandbar bietet Platz für eine ganze Menge Fernwehgeplagter, die im Strandkorb, in Himmelbetten oder auf Bierbänken richtig entspannen können. So kann es abends durchaus voll werden, doch zur Mittagszeit konnte ich in himmlischer Ruhe meine Auszeit genießen.

Zugegeben, ich habe schon besseren Kaffee getrunken und an manchen Ecken sieht man, dass Wind und Wetter den Möbeln schon länger um die Ohren wehen, aber der Ausblick in Kombination mit Sand zwischen den Zehen, das macht einfach nur glücklich. Hier geht’s zur Seite mit allen Informationen: Deck 5 auf den Schönhauser Allee Arcaden.

Bikini Berlin: Hip in der City West

Stahlfachwerk und Sichtbeton: der Innenraum des BIKINI BERLIN wirkt roh. Die große Halle ist lichdurchflutet und bietet durch die Panoramafenster einen einmaligen Blick direkt in den Hauptstadtzoo. Das in den 1950er errichtete Kaufhaus erhielt seinen Namen wegen des damals noch offenen Zwischengeschosses, das den Flachbau, einem Bikini gleich, in zwei Teile teilte. 1977 wurde die luftige Lücke zugunsten einer Galerie geschlossen. Der belgische Künstler Arne Quinze näherte sich mit seinem Gebäudekonzept dem Originalzustand wieder an. Nach rund drei Jahren Umbau wurde der „Bikini-Charakter“ mit einer verglasten Fläche nun wieder hergestellt und auch sonst setzt die Restaurierung auf Retrodesign. Die denkmalgeschützte Fassade außen glänzt seit der Wiedereröffnung mit Elementen in Gold und Bernstein, in der Innenraumgesatltung dominiert Kupfergrün.

Konzeptionell geht das Bikini neue Wege. Statt Primark oder Luxus setzt es auf Pop-Up-Stores, die Abwechslung in das Shoppingcenter bringen. Wer weder vegane Mode noch Contemporary Art kaufen will, dem sei die Panoramaterrasse wärmstens ans Herz gelegt. Von dort kann man den Blick ins Affengehege schweifen lassen oder auf der anderen Seite das Westberliner Treiben um die Gedächtniskirche beäugen.

Upper West Skybar: Hotelterrasse auf dem Dach

Hoch oben auf dem Dach des MotelOne im Upper West, übrigens schräg gegenüber vom Bikini Berlin, gibt es die SkyBar. Sie ist die neueste Adresse meiner Dachterrassen-Tipps und daher mit Sicherheit am wenigsten überlaufen. Hier oben können nicht nur Gäste den einmaligen Blick auf die Gedächtniskirche genießen, sondern auch alle anderen, die Bescheid wissen. Allein der Gang ins Hotel, das Hochfahren mit dem Lift und der Gang durch die stylische Hotelbar ist eine Freude.

Die Atmosphäre auf der Dachterrasse ist puristisch-modern, manche würden sagen: etwas karg. Aber allein wegen des Blicks lohnt sich der Besuch auf jeden Fall. Platz nimmt man auf Regiestühlen mit den Namen bekannter Schauspieler und dann lässt man einfach nur den Blick auf das Treiben auf dem Ku’Damm schweifen. Ein Geheimtipp!

Klunkerkranich
Gut für Arbeit und Vergnügen: der Klunkerkranich

Klunkerkranich: Dauerbrenner in Neukölln

Der Wind weht die Musik zu meinen Ohren, die Sonne kitzelt meine Nase, die Wimpel flattern im Wind. Einer der schönsten Orte in Berlin ist für mich auf dem Dach der Neukölln Arcaden. Der Klunkerkranich ist Aussichtsplattform, Dachterrasse, Club und Liegewiese, es gibt Flohmärkte und Gardening. Egal ob tanzen, chillen, sonnen, gucken, gärtnern oder träumen – hier ist der Ort dafür. Der Kranich ist mittlerweile alles andere als ein Geheimtipp, trotzdem fühle ich mich immer wieder wohl. Zum Sonnenuntergang muss man auch schon mal anstehen, deshalb empfehle ich eher früh zu kommen. Bis 17 Uhr ist übrigens auch der Eintritt frei.


Der Klunkerkranich befindet sich auf dem Parkdeck der Neukölln Arcaden in der Karl-Marx-Straße 66, 12043 Neukölln.

Ich nehme mit diesem Artikel an dieser Blogparade teil.

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