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Besuch in der zweiten Heimat München

München ist meine zweite Heimat. Hätte mir jemand vor 15 Jahren gesagt, dass ich je diesen Satz formulieren würde – ich hätte es nicht geglaubt. Als Pfälzerin hat man eine anerzogene und geschichtlich bedingte Skepsis gegen „die Bayern“, schließlich war die Pfalz einige Jahre bayrisches Territorium. Aber mehr als nicht ernst gemeinter Lokalpatriotismus ist das glücklicherweise nicht. Als ich dann für mein Studium der Kunstgeschichte nach München zog, war das mit mir und München definitiv keine Liebe auf den ersten Blick. Doch zugegeben, im Laufe der Jahre – und vor allem während meiner Zeit im Studentenwohnheim im Olydorf – hat mich München um den Finger gewickelt.

Doch es zog mich in die Ferne und so ging es für mich und meinem Freund nach unserer Indienreise 2013 ins hippe Berlin. Nach bald 7 Jahren Hauptstadt geht mir immer wieder das Herz auf, wenn eine Reise in den Süden ansteht. Noch immer haben wir in München viele Freunde, treffen bei Konzerten im Backstage mehr Bekannte als in Berlin. Manu spielt noch immer in seiner Münchner Band und unsere gemeinsame Münchenliebe ist auch heute noch immer ungebrochen, trotz oder gerade wegen der lokalen Eigenheiten.

Münchenbesuch mit Freunden, Musik und Nostalgie

Im November steht dann nach langer Zeit endlich wieder ein Münchenbesuch an. Grund ist das Festival „Fall of Man“ das ein Freund von uns organisiert. Und da am Tag davor noch eine meiner Lieblingsbands Hällas in München spielt, steht un ein sehr musikalisches Münchenwochenende bevor, auf das wir und schon lange freuten. Und alles ist wie erhofft: Wir treffen Freunde, die wir viel zu selten sehen, unzählige Bekannte auf einen netten Plausch und lauschen dabei tollen Bands. Wir schwelgen in Erinnerungen, teilen Neuigkeiten, stoßen auf gute Zeiten an.

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Living Hotel Prinzessin Elisabeth

Das Wochenende vergeht wie im Flug. Da Manu montags wieder arbeiten muss, fährt er schon am Sonntag wieder nach Berlin. Ich kann noch zwei Tage in München dranhängen und darf dafür im Living Hotel Prinzessin Elisabeth übernachten. Nach der ganzen Action am Wochenende komme ich im Hotel an und lasse mich erst einmal aufs Bett fallen. Beine hoch, Glotze an, entspannen. Das Hotel, wunderschön an der Isar im Glockenbachviertel gelegen, entspricht vom Stil her eher der Kategorie „elegant und altehrwürdig“. Auf dem Bild blickt mir da natürlich Sissi entgegen. Das Hotel ist mit Schreibtisch und Kochnische auch auf Besucher eingerichtet, die länger bleiben und hier arbeiten müssen. Also perfekt für meine Art des Reisens, abgesehen davon, dass ich gerade sowas von keine Lust auf arbeiten habe … Ich verschiebe mein Fleißigsein also großzügig auf später und faulenze ausgiebig. Für eine Sache kann ich mich dann aber aufraffen: Einen Saunagang im hoteleigenen Wellnessbereich. Leider verpasse sich zwar das schöne Wetter aber in der warmen Sauna, die ich ganz für mich alleine habe, kümmert mich das wenig. Als dann der Hunger ruft, entscheide ich mich für den geringsten Aufwand und hole mir eine Pizza ganz in der Nähe. Leider hat das Hotel im Restaurant heute geschlossen. Zusammen mit meiner riesigen Pizza mache ich es mir dann wieder im Bett gemütlich und lasse München München sein.

Mit dem Laptop durch Münchner Cafés

Am nächsten Tag bin ich motivierter. Nach dem sehr guten Frühstück mit selbstgemachtem Saft aus dem Entsafter und jeder Menge Leckereien packe meinen Laptop ein und mache mich in besonderer Mission auf den Weg. Ich will die Münchner Cafés auf ihre Arbeitstauglichkeit testen. Das Wetter ist grau und ich suche mir ein Plätzchen zum Arbeiten. Das Ergebnis meiner Feldforschung teile ich selbstverständlich mit euch in einem gesonderten Beitrag über die besten Cafés zum Arbeiten in München. Nach getaner Arbeit treffe ich mich noch mit einer guten Freundin zum Abendessen. Wir gehen ins neueröffnete Hippie Chay, das mich gefühlt nach Berlin versetzt. Lässiger Boho-Chic, Sprachmischmasch au Englisch und Deutsch und super leckeres veganes Essen versüßen uns den Abend. Da das Hippie Chay nicht weit vom Hotel entfernt ist, bin ich nach einer kurzen Busfahrt auch rasch wieder im Hotel und schlafe zufrieden und glücklich ein.

Ayurvedamassage in München

Am nächsten Tag habe ich noch eine besondere Verabredung. Ich habe spontan eine Ayurvedamassage gebucht, die direkt im Saunabereich stattfindet. Wie ihr vielleicht schon wisst, bin ich riesiger Fan von Ayurvedamassagen. Ich kann bei nichts besser abschalten und freue mich deshalb wahnsinnig. Und schon bei den ersten Streichbewegungen lasse ich los. Als dann meine Verspannungen mithilfe tiefer Atemzüge meinerseits und gleichmäßigem Druck der Masseurin abgearbeitet werden, fühle ich mich einfach pudelwohl. Im Anschluss mache ich mich etwas ölig aber super entspannt auf den Weg zum Bahnhof. Da die Sonne scheint entscheide ich mich zu laufen und nehme den Weg durch den Alten Südfriedhof. Wer sich ein wenig für Grabarchitektur oder den Charme alter Friedhöfe begeistern kann, der muss diesem wunderschönen Friedhof einfach einen Besuch abstatten. Hier gibt es so viel zu entdecken: Gräber von Rittern, Prominenten, tolle Statuen und jede Menge Eichhörnchen. Gerade jetzt im späten Herbst ist der Friedhof eine Augenweide. Ich bin wirklich ein wenig traurig, als ich dann in den Zug nach Berlin steige, doch mich tröstet, dass ich bald wieder komme. Bis bald, München!

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Offenlegung: Ich wurde für zwei Nächte ins Hotel eingeladen. Alles andere wie Massage und Anreise, Essen usw. habe ich selbst gezahlt.

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