The Taste of India. So schmeckt Indien

The Taste of India. So schmeckt Indien-2

Chaos, Lärm und Menschenmassen – Indien ist bunt, laut und betörend, eine echte Herausforderung für alle Sinne.

Ich habe euch bereits beschrieben, wie Indien klingt, laut und schrill und manchmal auch andächtig und spirituell. Ich habe euch erzählt, wie Indien riecht, von stinkenden Kloaken bis hin zum würzigen Duft der Gewürze. Doch wie schmeckt Indien eigentlich? Angefangen von den Speisen über Getränke bis hin zum Geschmack des Meeres aus den Lippen. Kommt mit mir auf eine weitere sinnliche Reisen ins Land der Extreme.

Indien schmeckt so vielfältig, abwechslungsreich und extrem, wie es klingt und riecht, das kann ich garantieren. Indiens Küche zählt zu den besten der Welt, ist ist abwechslungsreich und würzig.

Vor allem Vegetarier kommen hier voll und ganz auf ihre Kosten. Ein Problem hatte ich als Vegetarierin, aber trotzdem: die Zwiebeln. Ich hasse sie wirklich und wenn man ein Lebensmittel als Grundlage aller indischen Gerichte ansehen kann, dann ist es die Zwiebel.

Aber glücklicherweise gibt es die Jains. Sie ernähren sich in einer extreme vegetarischen Variante, die nicht nur das Leid aller Tiere verhindern möchte, sondern auch das der Pflanzen. Folglich meiden sie Wurzelgemüse, welches aus der Erde herausgerissen werden muss. Eben auch die Zwiebel.

In vielen Restaurants konnte ich also mit jainistischen Gerichten meiner Zwiebelabneigung frönen.

Doch nun konkret: Wie schmeckt Indien?

217371_1351668729230_1682834_n

 

Hot and spicy

Indien schmeckt würzig, das ist so simpel und so wahr. Koriander, Chili, Kreuzkümmel – Indiens Gewürze sind geschmacksintensiv und unverkennbar. So wie die Sonne auf der Haut brennt, brennt die Schärfe der Chilis auf den Lippen.

 

thali-51996_1280

Chai und der Geschmack nach Weihnachten

„Chaaai, chaaai, garam chaai“. Das heiße Nationalgetränk der Inder bekommt man an jeder Ecke, auf den Straßen, in Restaurants und selbst in Zügen. Er ist mehr als ein schneller Durstlöscher, er ist kurze Pause, kleiner Plausch, Teil der nationalen Identität. Der Geschmack des Masala oder Yogi Teas ist schwer und erinnert an Weihnachten. Nelken, Kardamom und Zimt ergeben die typisch warme und würzige Note. Gemischt mit einem Schuss Milch rinnt der heiße Tee wohltuend die Kehle hinab.

 

8642885291_0a86d2758a_z

Süß und fettig

In den kleinen Gassen stehen sie an allen Ecken: große Bottiche gefüllt mit sprudelndem Fett. Gefährlich heiß und spritzend.
In diesen brodelnden Fettfluten werden kleine Leckereien zubereitet: frittierte Teigkringel, die zuckersüß und klebrig sind. Ein es solcher krapfenähnlicher Dinger reicht, um für zwei Tage zu sättigen und mein Mitleid mit meinen Zähnen ins Unermessliche zu steigern. Lecker sind sie aber allemal.

 

Frying_doughnuts

Salzig

Indien ist würzig, scharf, fettig und süß. Und Indien ist salzig und zwar dann, wenn man am Meer steht. Wenn der Wind die Haare durcheinanderweht und feine Salzkörner auf den Lippen hinterlässt. Und wenn das Meer zu weit ist, dann ist es der Lassi, den man meist süß trinkt aber eben auch in salzig zu haben ist. Und das ist wirklich Geschmackssache.

Du willst noch mehr Geschichten über Indien lesen? Dann melde dich hier an und du bekommst das eBook „Mit Leib und Seele Indien“.

 

Mit Leib und Seele Indien

 

6 Kommentare

  1. Hallo Julia!

    Das indische Essen ist wirklich etwas besonderes. Leider hatte ich noch nicht das Glück wirklich indisch, sprich IN Indien, zu essen. Meine erste Begegnung hatte ich in Osnabrück in einem Restaurant, das zwar sehr traditionell kochen soll, aber eben trotzdem wie alle Restaurants in Deutschland die ausländische (also weiter als Europa) Küche servieren, wahrscheinlich nur ungefähr an das Original erinnert. Geschmeckt hat es trotzdem, vor allem der Einsatz von Gewürzen, der in diesen Kombinationen wirklich einzigartig ist. Doch deine Reihe zu Indien macht wirklich Lust auf das Land und irgendwann besorge ich mir RICHTIGES indisches Essen, zusammen mit allem anderen was zu diesem Land gehört:)

    Gruß Manuel

  2. Hallo Julia,

    die Reihe zu Indien ist toll und vor allem der Post hier ist richtig gut geworden. Die indische Küche klingt wirklich vielfältig und ist es wohl auch. Bisher war ich nur mal indisch essen in einem netten kleinen Restaurant in Landau. Das erinnert mich daran, dass ich da mal wieder hingehen sollte, da es wirklich lecker schmeckte.
    Will man richtig in eine Kultur eintauchen gehört es irgendwie dazu, sich durch die landestypischen Speisen zu probieren, wobei ich mir jetzt nicht ganz sicher bin, ob ich diese Teigkringel wirklich probieren würde,so wie die triefen. Aber das ist ja Geschmackssache. Lustig finde ich ja auch deine Episode mit den Zwiebeln. Gut, dass es in Indien die Jains gibt. So konntest du die Zwiebeln dann ja gut weglassen. In Ghana ist genau das Gegenteil der Fall, da sagen wir immer „je mehr Zwiebeln, umso besser“, da das die Moskitos vertreibt.

    Liebe Grüße,
    Wibke

    1. Danke dir, Wibke!
      Ach das mit den Zwiebeln ist echt nervig… Aber ich gebeb mein Bestes, trotzdem so viel landestypisches zu essen, wie es geht 😉
      Das mit den Moskitios hab ich auch schon gehört. Und gesund sind sie und gegen Wespenstiche und Orwell.. ach diese Zwiebeln…

  3. Hm, das macht ja richtig Appetit.
    Ich habe auch die Erfahrung gemacht, Indisch muss man in Indien essen. Hier im Ruhrgebiet gibt es zwar auch gute indische Restaurants aber die kommen bei Weitem nicht an das Geschmackserlebnis heran, wenn man vor Ort in einem traditionellen Restaurant speist. Leider konnte ich Indien bisher nur auf Geschäftsreisen entdecken.
    Irgendwann schaffe ich es bestimmt auch mal auf einer privaten Reise mit mehr Zeit für Kultur und Menschen dieses abwechslungsreiche Land zu bereisen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.