Farbe! Ein Vortrag in der Galerie Anna25

Bild: Galerie Anna25

Bild: Galerie Anna25

Waren im Mittelalter, der Renaissance und im Barock noch die Verfügbarkeit der Materialien ausschlaggebend für die Farbauswahl, änderte sich spätestens im 19. Jahrhundert die Rolle der Farbe in der Kunst.

Wo zuvor nur wirtschaftsstarke Regionen wie Venedig eine breite Auswahl an Farbpigmenten hatten, verbesserte sich die Verfügbarkeit im 19. Jahrhundert und die Farbwahrnehmung geriet in den Fokus der Künstler.

Wissenschaftliche Erkenntnisse hielten Einzug in die Kunst, die Maler wie Philipp Otto Runge und Gelehrte wie Goethe zu eigenen Farbtheorien anregten. Schließlich brachte die wissenschaftliche Beschäftigung der Künstler mit dem Prozess des Sehens Kunstströmungen wie den Pointillismus hervor.

Die Farbe in einem Gemälde war durch die Epochen mal Bedeutungsträger, mal emotionsgeladen oder realistisch gewählt. Doch unbeachtet der Bedeutung ist Farbe zunächst und in wichtigster Funktion der erste Zugang des Betrachters zum Werk.

In der Ausstellung “Es gibt nie den richtigen Moment dafür” in der Galerie Anna25 in Kreuzberg sind Werke der Künstler Tom Kristen und Bernhard Paul zu sehen, die sich beide mit dem Zeitpunkt des Vollendens eines Werkes beschäftigen.

Wo sich Kirsten figürlich ausdrückt und mit fantasievollen Geschöpfen eigene Bildwelten erschafft, konzentriert sich Bernhard Paul auf Rhythmus und Farbigkeit. Die Symbiose von Musik und Malerei zeigt sich in farbgewaltigen und strukturstarken Malweise.

Heute dreht sich bei Florian Kössls Vortrag „Chromatographie – Farben schreiben“ ebenfalls alles um die Farbe. Der Chemiker zeigt am Beispiel eines Stiftes, in welche Komponenten sich die Farbe trennen lässt und findet so eine Brücke zwischen Kunst und Wissenschaft.

Der Vortrag findet heute ab 19 Uhr in der Galerie Anna25 in der Schönleinstraße in Kreuzberg statt.

Die Ausstellung endet am 5. Oktober mit der Finissage und einem Künstlergespräch.

 

 

 

Dachterrassen&Co – Rooftop Minigolf in Kreuzberg

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Foto: Monarch Berlin

Ihr wisst, dass ich eine Schwäche für Dachterrassen habe. So weit oben fühlt sich alles freier an. Wenn der Wind um die Ohren weht, dann klopft mein Herz.

Am liebsten beobachte ich das Chaos in den Metropolen der Welt vom Dach aus und verbringe Stunden in den Rooftop Restaurants in Bangkok, Ho-Chi-Minh-City oder Delhi.

Aber auch in Berlin nutze ich jede Gelegenheit, um mich auf dich Dächer der Stadt zu begeben. Zum Käffchen geht’s aufs Bikini Berlin und beim Feierabendbier lasse ich den Blick vom Klunkerkranich schweifen.

Doch nicht nur zum entspannt Rumsitzen steige ich aufs Dach, manchmal ist etwas mehr Bewegung gefragt.

„Kreuzberg Minigolf“ – Rooftop Minigolf.! (Punkt, Ausrufezeichen) ist die Sommerbeschäftigung für „Oben-Menschen“. Auf dem Dach eines Parkhauses in der Skalitzer Straße lässt man entspannt die Kugel rollen und sich dabei das laue Lüftchen um die Nase wehen.

Mit Becks als Sponsor wurde hier eine temporäre Spielbahn realisiert, die noch bis zum 31.08 täglich von 16-22 Uhr bespielt werden kann.

Die Betreiber des abgebrannten Festsaal Kreuzberg sehen das Rooftop Minigolf als Mögichkeit um herauszufinden, ob das Parkdeck auch zukünftig für eine Umnutzung in Frage kommt.

Foto: Monarch Berlin

Foto: Monarch Berlin

Minigolf: Parkhaus Skalitzer Str. 133, bis 31. 8., 16-22 Uhr, rooftopgolf.de, Res. (0152) 06 54 24 51

 

“Postmoderne Stadt der Frauen” Galerie Anna25 in Kreuzberg

“Postmoderne Stadt der Frauen”

Galerie Anna25. Foto: Bezirzt

Galerie Anna25. Foto: Bezirzt

Zartes Rosa, helles Lila und knalliges Pink dominieren die Werke der Serie “Postmoderne Stadt der Frauen”. Die polnische Künstlerin Martyna Bielicka spielt mit diesen weiblich konnotierten Farben ohne jedoch ins Kitschige zu verfallen.

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