Finissage der Ausstellung „NUR EIN AUGENBLICK“ in der Galerie Anna25

Günter Schmid, Kletterparcour, 2015, Fotografie

Günter Schmid, Kletterparcour, 2015, Fotografie

Meine Kunstsparte hier dümpelt so vor sich hin. Dabei gibt es in Berlin ständig spannende Ausstellungen und Events. Ich belebe die Kategorie also kurzerhand mit einem Last-Minute-Tipp.

Am Freitag, den 13.11 findet in der Galerie Anna25 die Finissage zur Ausstellung „Nur ein Augenblick“ statt, für den ich den Pressetext geschrieben habe. Wer sich für die verschiedenen Standpunkte der Fotografie interessiert, sollte die Chance noch nutzen!

Weiterlesen

Die Welt um 1914. Farbfotografie im Martin-Gropius-Bau

Albert Kahn, Les Archives de la planète Stephane Passet Indien, Bombay, Brahmanen und Sadhus, 17. Dezember 1913 © Musée Albert-Kahn, Departement des Hauts-de-Seine

Albert Kahn, Les Archives de la planète
Stephane Passet
Indien, Bombay, Brahmanen und Sadhus, 17. Dezember 1913
© Musée Albert-Kahn, Departement des Hauts-de-Seine

Von chinesischen Hohepriestern, indischen Sadhus und  senegalesischen Scharfschützen

Seit wann gibt es eigentlich Farbfotografien? Gute Frage, kurz nachdenken. Von Hitler gab es Farbfotos, auch wenn die Nazizeit in meinem Kopf schwarz-weiß aussieht. Okay, das heißt schonmal vor 1930. Hm, aber sonst? 1870? 1920?
Antworten auf diese Frage und (nicht zu vergessen) eindrückliche Farbfotografien zeigt die Ausstellung „Die Welt um 1914.Farbfotografie vor dem Großen Krieg“ im Martin-Gropius-Bau noch bis zum 02. November.

Weiterlesen

Farbe! Ein Vortrag in der Galerie Anna25

Bild: Galerie Anna25

Bild: Galerie Anna25

Waren im Mittelalter, der Renaissance und im Barock noch die Verfügbarkeit der Materialien ausschlaggebend für die Farbauswahl, änderte sich spätestens im 19. Jahrhundert die Rolle der Farbe in der Kunst.

Wo zuvor nur wirtschaftsstarke Regionen wie Venedig eine breite Auswahl an Farbpigmenten hatten, verbesserte sich die Verfügbarkeit im 19. Jahrhundert und die Farbwahrnehmung geriet in den Fokus der Künstler.

Wissenschaftliche Erkenntnisse hielten Einzug in die Kunst, die Maler wie Philipp Otto Runge und Gelehrte wie Goethe zu eigenen Farbtheorien anregten. Schließlich brachte die wissenschaftliche Beschäftigung der Künstler mit dem Prozess des Sehens Kunstströmungen wie den Pointillismus hervor.

Die Farbe in einem Gemälde war durch die Epochen mal Bedeutungsträger, mal emotionsgeladen oder realistisch gewählt. Doch unbeachtet der Bedeutung ist Farbe zunächst und in wichtigster Funktion der erste Zugang des Betrachters zum Werk.

In der Ausstellung “Es gibt nie den richtigen Moment dafür” in der Galerie Anna25 in Kreuzberg sind Werke der Künstler Tom Kristen und Bernhard Paul zu sehen, die sich beide mit dem Zeitpunkt des Vollendens eines Werkes beschäftigen.

Wo sich Kirsten figürlich ausdrückt und mit fantasievollen Geschöpfen eigene Bildwelten erschafft, konzentriert sich Bernhard Paul auf Rhythmus und Farbigkeit. Die Symbiose von Musik und Malerei zeigt sich in farbgewaltigen und strukturstarken Malweise.

Heute dreht sich bei Florian Kössls Vortrag „Chromatographie – Farben schreiben“ ebenfalls alles um die Farbe. Der Chemiker zeigt am Beispiel eines Stiftes, in welche Komponenten sich die Farbe trennen lässt und findet so eine Brücke zwischen Kunst und Wissenschaft.

Der Vortrag findet heute ab 19 Uhr in der Galerie Anna25 in der Schönleinstraße in Kreuzberg statt.

Die Ausstellung endet am 5. Oktober mit der Finissage und einem Künstlergespräch.