Spinnenphobie auf Reisen. Oder: Acht Beine des Grauens

Mit dem Handtuch unter dem Arm gehe ich zur Dusche. Sie befindet sich in einem kleinen Schuppen am anderen Ende des Hofes. Ich öffne die Tür, und scanne, während ich das Handtuch an den Haken hänge, den Raum.

Mein Auge bleibt an einem dunkelbraunen, ledrigen Etwas hängen, gleichzeitig macht mein Herz zwei arhythmische Hüpfer, ganz so, als ob es sich auch nicht sicher wäre, ob es tatsächlich das ist, was ich befürchte: eine Spinne. Und ein ziemlich eigenartige und eklige dazu.DSC_0523
Weiterlesen

Haie, Nemo und ich – voll verknallt in die malaysische Unterwasserwelt

Malaysia bezirzt

Die Perhentians. Ein Paradies für Wasserliebhaber.

 

„Traust du dich?“ – Klar“, sage ich und klinge zuversichtlicher, als ich es bin. Wir gehen nachtschnorcheln. Zuvor haben wir zusammen ein Buch über die malaysische Unterwasserwelt durchgeblättert. Bev zeigte uns nach dem Abendessen im Mari Mari in einem Buch die häufigsten Fische. Bunt und groß und manchmal auch giftigt, wie die Steinfische zum Beispiel. Er ist Tauchlehrer und hat uns gerade zum Schnorcheln ins nächtliche Meer eingeladen. Ein verfrühtes Geschenk, in zwei Stunden habe ich Geburtstag. Ich habe etwas Muffensausen, denn ich bin keine Wasserrate, öffne unter Wasser nie meine Augen, hasse das Gefühl, wenn Wasser in die Ohren läuft, selbst in der Badewanne. Furchtbar, ich weiß. Aber vielleicht ändere ich das ab jetzt. Ich nehme es mir zumindest vor. Weiterlesen

Wenn Reisen Angst macht – Blogparade

wennreisenangstmachtIch liebe das Reisen. Je exotischer, desto besser. Reisen, das ist Abenteuer, das ist Freiheit und das ist Leben mit jeder Faser meines Körpers.

Wenn ich von Vietnam erzähle oder von Indien, dann ernte ich manchmal Bewunderung, denn es erweckt den Eindruck, dass ich mutig sei. Doch, wie ihr bereits schon wisst, ich bin ein Angsthase. Ich habe Angst vor Spinnen und ganz besonders vorm Straßenverkehr. Wenn ich an die Straßen in Indien denke, dann stellen sich mir die Nackenhaare. Ich grübele zu oft, mache mir Sorgen und neige zur Melancholie. Das ist auch auf Reisen so und Reisen macht mir manchmal richtig Angst. Und das irgendwie zu recht.

Ich hatte einen Rollerunfall, war mitten im Taifun, habe Unfälle in Indien gesehen, habe mehr Bekanntschaften mit Spinnen gemacht, als mir lieb ist. Ihr habt also noch eine Menge über meine Ängste zu lesen, falls ihr die Texte noch nicht kennt. Das war alles nicht schön aber man geht damit um. Denn eines macht das Reisen ganz bestimmt: Es fordert dich heraus. Weiterlesen

Was ein Taifun mit meinem schönsten Reisemoment zu tun hat

Taifun

Sabine von Gecko Footsteps ruft in ihrer Blogparade auf, die schönsten Reisemomente zu teilen. Ihr schönster Reisemoment hat mit einer Autopanne zu tun, was sich im ersten Moment etwas eigenartig anhört. Ich kann das aber sehr gut nachvollziehen, denn auch einer meiner schönsten Reisemomente hat mit einer eigentlich unschönen Situation zu tun und klingt im ersten Moment nicht sonderlich spektakulär.

Der Moment ist folgender: Wir gehen durch die Straßen von Thong Sala, der Hafenstadt von Koh Phangan und plötzlich winkt uns ein Mann herbei. Er lacht und freut sich uns zu sehen. Er schließt uns in die Arme und entschuldigt sich. Wir müssen unbedingt nächstes Jahr wieder auf die Insel, sagt er und winkt uns zum Abschied lachen zu.

Was hinter diesem Moment steckt, das ist eine längere Geschichte. Ich muss etwas ausholen, aber vielleicht habt ihr ja trotzdem ein bisschen Muße, sie zu lesen. Mein Reisemoment war vor vier Jahren während meiner ersten Asienreise durch Thailand und Vietnam. Irgendwie stand diese Reise nicht immer unter einem guten Stern, trotzdem habe ich so viele tolle Erinnerungen an diese Zeit. Alles fing schon in der ersten Woche in Vietnam an, wir hatten uns Roller gebucht und natürlich, wie sollte es anderes sein, einen Unfall. Verstauchter Arm bei mir, kaputtes Knie bei meiner Freundin und insgesamt ziemlich unschöne Schürfwunden, aber wir hatten Glück. Mein Reisemoment spielt aber am Ende unserer Reise im Süden Thailands. Wir wollten hier noch einige Tage richtigen Strandurlaub machen. Daraus wurde nicht wirklich etwas. Doch lest selbst: Weiterlesen

Varanasi. Es geht um Leben und Tod

215371_3020904979093_1144498789_n

Es ist 5 Uhr morgens, die Sonne geht rotglühend am Horizont auf und taucht den Ganges in ein magisches Morgenlicht. Ein junger Inder schippert uns über den Fluss, vorbei an Menschen, die ihre rituelle Morgenwaschung begehen, vorbei an den brennenden Scheiterhaufen, vorbei an Arbeitern, die die Wäsche für die Hotels auf dem Waschstein bearbeiten.
Es ist diese Mischung aus Beklemmung, Geschäftigkeit und Spiritualität, die Varanasi so eigen macht, so intensiv.

Weiterlesen