Meine liebsten Cafés zum Arbeiten in Berlin

 

Zuhause prokrastiniere ich. Ich gehe zum Kühlschrank, wasche Wäsche, gieße Pflanzen oder schaue Serien. Konzentriert arbeiten, das geht nur außerhalb meiner vier Wände. Nachdem ich nun fast ein Jahr hauptberuflich freelance und auch vorher schon öfter von Cafés aus gearbeitet habe, kenne ich mittlerweile ein paar gute Cafés zum Arbeiten in Berlin. Mit ihren Vorteilen und Nachteilen. Da ich selbst immer wieder nach neuen Orten google, dachte ich mir, dass ich meine Spots einfach mal mit euch teile. Der Fokus liegt auf Kreuzberg und Neukölln, denn morgens bin ich meistens zu faul für lange Wege.

Kreuzberg

betahaus

Keine Überraschung ist meiner erster Spot: das betahaus. Wenn ich eine straffe To-Do-Liste habe, dann setze ich mich in das Café im Erdgeschoss, am liebsten auf die Cocktailsessel auf dem Podest an den Fenstern. Im betahaus ist es laut und voll, doch gerade die arbeitsame Atmosphäre hilft mir in den Arbeitsflow zu kommen. Hier sitze ich manchmal stundenlang und bin total im Tunnel, ein ideales Café zum Arbeiten! Und auch wenn man mal eine Stunde nichts bestellt hat, kommt kein Kellner, der einem ein schlechtes Gewissen macht.

Zazza

Das Zazza hat für mich einige Vorteile: der Kaffee ist super lecker und wird in der eigenen Rösterei geröstet, es gibt eine Sammelkarte und jeder 10. Kaffee ist umsonst und bei schlechtem Wetter kann man sich so richtig gemütlich im hinteren Zimmer verkrümeln. Dort vergisst man gerne einmal die Zeit und hat meist seine Ruhe. Wenn die Sonne scheint ist es draußen oder im vorderen Zimmer super, beide eigenen sich aber nicht so richtig zum Arbeiten weil draußen die Sonne blendet und mir der vordere Raum etwas zu laut ist. Direkt an der Schönleinstraße ist es übrigens auch super zentral gelegen und besonders an Markttagen eine gute Idee.

Melro

Das Melro gehört definitiv zu meinen Lieblingen. Hier gibt es nicht nur leckeren portugiesischen Galao und tolle Brote, die man sich selbst zusammenstellen kann, hier gefällt mir auch die Atmosphäre. Das Café hat die richtige Größe, es arbeiten viele am Laptop und trotzdem ist es gemütlich. Außerdem gibt es sehr nette Bedienungen und kostenloses Leitungswasser mit Minze. Eine echter Geheimtipp in der Graefestraße und auch abends für einen Vino Verde eine gute Idee.

Honolulu Bar im Michelberger Hotel

Ab und zu verschlägt es mich auch an die Warschauer Brücke ins Michelberger Hotel. In der Honolulu Bar gefällt mir die Stimmung, die irgendwo zwischen Hostel, Flohmarkt und Hipsterbar liegt. Hier kann ich gut meine Gedanken gleiten lassen, neue Ideen sammeln und im Fernweh schwelgen. Ein wunderbarer Ort, nicht nur zum Arbeiten.

Links Honolulu, rechts das Zazza
Links Honolulu, rechts das Zazza

Neukölln

Schaumschläger

Das Schaumschläger hat nicht nur einen leckeren Cortado sondern auch eine nette Atmosphäre. Die Mischung aus fleißigen Laptoparbeitern, Zeitungslesern und Freunden, die sich zum Kaffeekränzchen treffen ist charmant. Am liebsten sitze ich an den großen Fenstern, die im Sommer offen sind und für eine gute Portion frische Luft sorgen (so frisch sie nunmal am Hermannplatz sein kann). Aus der Küche kommen jeden Tag leckere Frühstücksvarianten, Kuchen und Mittagsangebote, oft auch in veganen Versionen. Das freie Wifi funktioniert gut und auch wenn man mal etwas länger bleibt, bekommt man keine bösen Blicke zugeworfen.

Prachtwerk

Das Prachtwerk ist vielen wohl eher wegen Konzerten oder als Abendlocation bekannt. Ich habe das großzügige Café am Rathaus Neukölln erst kürzlich für mich entdeckt. Es gibt leckere süße Kleinigkeiten wie das Lavendel Shortbread, tolle Kunst an den Wänden und viel Platz. Hier wird viel gearbeitet und die Atmosphäre ist ruhig und konzentriert. Einziges Manko: Mir schmeckt der Espresso leider nicht so richtig. Die anderen Kaffeesorten sind allerdings sehr lecker.

Le Johann Rose **geschlossen**

Das Le Johann Rose in der Pannierstraße kenne ich noch von meiner Zeit vor der Freiberuflichkeit. Ich habe ziemlich direkt gegenüber gewohnt und schon damals ab und zu das WlAN geklaut. Heute gehe ich vor allem dann hier hin, wenn ich in der Nähe einen Termin habe. Das Café ist eigentlich eher klein und gemütlich, zum Lesen oder Freundetreffen und nicht unbedingt das typische Work-Café. Zum Überbrücken oder für ein Stündchen Mails beantworten ist es aber super.

Klunkerkranich
Gut für Arbeit und Vergnügen: der Klunkerkranich

Klunkerkranich

Der Klunkerkranich ist einer meiner liebsten Orte überhaupt. Ich liebe es, den Blick von der Dachterrasse auf den Neukölln Arcaden schweifen zu lassen. Bei einer Fritz Limo und schönem Wetter sitze ich gerne in der Sonne und genieße die Zeit, wenn es noch nicht so voll ist. Hier oben gibt es auch Wlan aber am liebsten sitze ich hier und schreibe einfach darauf los, ganz analog und einfach zum Spaß.

 

Habt ihr auch tolle Cafés, in denen ihr prim arbeiten könnt? Teilt mir eure Spots doch bitte mit, dann kann ich noch öfter abwechseln und spare mir das lästige Suchen, schlechtes Wlan oder schlechten Kaffee.

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