Herausspaziert

bezirzt hamsterrad

Manchmal ist mein Wochenplaner so vollgeschrieben wie mein Tagebuch in der fünften Klasse.

To-Do’s hangeln sich von einer Seite zur nächsten und von Erledigt-Häckchen ist keine Spur. Ich verzettele mich immer wieder in meinen Aufgaben.

1. Für Blogpost A recherchieren
2. Blogpost A schreiben
3. mit M. telefonieren
4. längst überfälligen Arzttermin machen
5. Biokiste aussuchen
6. Tandempartner suchen
7. Yogakurs machen.

Stunden später habe ich für Blogpost A recherchiert, dabei fünfzehn andere interessante Sachen entdeckt, versehentlich zwei Folgen von Serie B geguckt, sieben neue To-Do’s auf meine Liste geschrieben und mich durch das komplette Facebookprofil von Person Y gestalkt.
Heißt im Endeffekt: Ich habe stundenlang durch den staubigen Laptopbildschirm ins große WWW geglotzt und nichts von dem erledigt, was ich machen wollte. Fehlende Selbstdisziplin könnte man das nennen oder einfach: faul.

Manchmal bin ich aber auch sehr motiviert, sagen wir was das Schreiben angeht, und habe mir im Bus Stichpunkte in mein Notizbuch gekritzelt, mich direkt an den Laptop gesetzt (ohne Facebook auf Neuigkeiten zu prüfen) und habe die Finger startbereit auf den Tasten. Keine Ablenkung, volle Konzentration und… nichts passiert.
Keine Idee, kein Einstieg. Was wollte ich überhaupt schreiben? Die Idee, die mir vorher noch so innovativ durchs Gehirn hüpfte, hat sich Schlafen gelegt. Klassische Schreibblockade.

Tretmühlen und Hamsterräder

Und manchmal ist es mehr als ein fauler Tag oder eine Schreibblockade. Die Gewissheit, dass es so nicht weitergehen kann, im Studium, im Job, in der Beziehung. Ein Gefühl, dass einen manchmal lähmt, weil die Veränderung zu groß scheint. Manchmal löst der Wille zur Veränderung aber auch so viel überstürzten Tatendrang aus, dass die nötige Geduld einen auf die Folter spannt. Und schon verwandelt sich Aktivität in Pläne, mal wieder.

Die berühmten Tretmühlen, das im Übermaß zitierte Hamsterrad es gibt Situationen, in denen man einfach raus muss. Raus aus dem Alltagstrott, aus der stupiden Arbeitsdenkweise.
Raus, um Ordnung im Kopf zu bekommen, um kreativ zu sein. Raus, um mal wieder den Arsch hochzukriegen und das Leben in die Bahnen zu lenken, die sich richtig anfühlen.

Wenn es um das Große geht, raus aus der 9-5-Woche, raus aus der Bürotristesse, dann ist Conny die Richtige. Als digitale Nomadin zeigt sie, dass es auch anderes geht, wenn man sich nur traut und Wege aus dem Trott findet.

Aber auch im kleinen Rahmen gibt es Wege, wie man immer wieder aus dem täglichen Allerlei entfliehen kann. Kleine Fluchten und Brüche in der Routine. Ich brauche immer wieder Arschtritte, die mich aufscheuchen. Weg vom Sofa, Laptop zu und neue Kraft tanken. Und das möchte ich mit euch teilen. Sinn dieser langen Einleitung ist nämlich, dass ich euch eine neue kleine Reihe vorstelle.

„Herausspaziert. 3 Soforthilfen gegen Hamsterräder, Alltagstrott und Schreibblockaden“

Hier findet ihr jeden Dienstag drei kleine Anstöße oder Ideen zum Sofortumsetzen. Von „Denke an deinen Kindergartenschwarm. Wie hieß er und was ist deine schönste Erinnerung?“ bis zu „Rufe mal bei deiner Mutter an. Frage sie, was sie heute so gemacht hat“ gibt es kleine Aufgaben, die dich einfach kurz aus dem Trott holen. Kleine Tricks, wie du kurz abschalten kannst oder dir einfach einen kleinen Gefallen tun kannst. Danach ist wieder frische Luft da, Atem für neue Projekte, neue Aufgaben und für den Schritt in ein selbstbestimmteres Leben.

Also, freut euch auf nächsten Dienstag. Dann geht es los mit der ersten Folge „Herausspaziert. 3 Soforthilfen gegen Hamsterräder, Alltagstrott und Schreibblockaden“.

Julia

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